Bauwerk

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            Tourismusverband erteilt Verbund-Plänen Absage
            AT GemA Mayrhofen ORTSCHRONIK MAYRHOFEN-ZA2-342 · Einzelstück · 2014
            Teil von Sammlungen der Chronik Mayrhofen

            Der Obmann des Tourismusverbands Mayrhofen-Hippach kritisiert die Energiegewinnungspläne des Verbunds. Auch Fischer äußern Sorgen.; Der Tourismusverband Mayrhofen-Hippach zeigt dem Verbund Austrian Hydro Power ganz klar die rote Karte bei dessen Ausbauplänen. Wie berichtet, steht für die Ableitung des Tuxbaches in den Stillupspeichersee die wasserrechtliche Verhandlung bevor. Zudem arbeitet der Verbund aufgrund der geänderten EU-Wasserrahmenrichtlinie an Plänen, das Zillerwasser per Rohrleitung von Mayrhofen bis zum Inn zu leiten und in Rotholz ein Kraftwerk zu errichten.; „Unser Vorstand ist strikt gegen diese Vorhaben. Das Tal hat genug für die Wasserkraft getan“, sagt TVB-Obmann Andreas Hundsbichler. Zwar seien die Stauseen zu beliebten Ausflugszielen geworden und auch die Sicherheit bei Hochwasser erhöht worden. „Aber wir müssen auf unsere Ressourcen achten. Wer weiß, ob wir das Wasser nicht selbst brauchen. Zudem kommen zu uns Gäste, um intakte Natur zu erleben“, erklärt der Touristiker. Der Verbund habe jahrzehntelang Gewinne mit den Kraftwerken eingefahren, jetzt sei es Zeit für Forderungskataloge, ortet Hundsbichler eine Bringschuld seitens des Verbunds. „Die Wehre im Ziller gehören zurückgebaut und die Stromleitungen unter die Erde gelegt“, nennt er Beispiele. Er gibt auch zu bedenken, was die Tuxbach-Ableitung in den touristisch wichtigen Seitentälern zur Folge hätte: „Dreijährige Großbaustellen im Stilluptal, im Bereich Bärendille zwischen Finkenberg und Tux und beim Gasthof Karlsteg in Ginzling.“ Kritik äußert der TVB-Obmann auch in Richtung Gemeinde. „Ich verstehe nicht, warum die Gemeinde die Bevölkerung nicht im Rahmen einer Gemeindeversammlung vorinformiert.“; Der Termin für eine Gemeindeversammlung, bei der es hauptsächlich um das umstrittene Verkehrskonzept gehen soll, steht laut Gemeindeamtsleiter Wolfgang Stöckl noch nicht fest. „Ob der Bürgermeister die Verbundpläne dabei zugänglich machen will, wage ich zu bezweifeln, denn die Gemeinde ist ja hier kein Betreiber“, meint Stöckl.; Sorgenvoll blicken auch diverse Fischereiberechtigte auf die Pläne des Verbunds. Wie sich die geplante Ableitung weiterer Seitenbäche auf die Wassermenge im Ziller auswirkt und ob aufgrund des Gerloser Pumpspeicherwerks weiterhin der Schwallbetrieb Probleme machen kann, fragen sie sich. Besonders betroffen ist der Fischereiberechtigte des Tuxbachs Tobias Fankhauser im Finkenberger Ortsteil Hochsteg. Weil sich sein Forellenhof Linde durch die Möglichkeit zum Fischen ein Alleinstellungsmerkmal bei Gästen geschaffen hat, forderte Fankhauser ein Ersatzrevier oder vier Berechtigungskarten im Nachbarrevier. „Weil offenbar weder das eine noch das andere ermöglicht werden kann, hat man uns eine jährliche Abgeltung angeboten, die für uns aber ein Minusgeschäft bedeuten würde, da zwei Drittel der Sommergäste wegfielen“, schildert Fankhauser.; Verbund-Pressesprecher Wolfgang Syrowatka betont, es gebe laufend und weiterhin Gespräche mit den einzelnen Betroffenen. Er verstehe Fankhausers Sorgen, auch hier werde man weiterverhandeln. Was die Sorgen der Fischer durch das 600 Mio. Euro teure Stollenprojekt samt Rotholzer Kraftwerk anbelangt, sagt Syrowatka: „Da gibt es auch für uns noch viele Fragen, die wir durch die Grundlagenerhebung beantwortet haben wollen. Ohne diese Datengrundlagen ist es schwierig, Antworten zu geben. Wir können nur mutmaßen“, erklärt er. Beim Tuxbach-Projekt handle es sich um drei Baustellen - „aber keine Großbaustellen“. Der Großteil der Bauarbeiten erfolge unterirdisch, alle Straßenverbindungen blieben aufrecht.;

            Tiroler Tageszeitung (richtig!)
            Vom Stromprojekt elektrisiert
            AT GemA Mayrhofen ORTSCHRONIK MAYRHOFEN-ZA2-365 · Einzelstück · 2022-09-28
            Teil von Sammlungen der Chronik Mayrhofen

            Der Verbund hat LHStv. Josef Geisler und den Zillertaler Planungsverbandschef Hansjörg Jäger beim Tuxbach-Projekt im Boot. Das Aus für Kajaksport in der Zemmschlucht ist fix.; Sie demonstrieren Einigkeit: Verbund-Chef Michael Amerer, LHStv. und einstiger Zillertaler Planungsverbandsobmann Josef Geisler sowie der jetzige Planungsverbandsobmann Hansjörg Jäger. In einer Pressekonferenz am gestrigen Mittwoch machten sie sich gemeinsam stark für die Ableitung des unteren Tuxbaches und den Ausbau der Wasserkraft - eine Signalwirkung für die Bürgermeister von Mayrhofen und Finkenberg sowie den TVB Mayrhofen-Hippach, die zu jenen gehören, die die Energiegewinnungspläne kritisieren.; Jäger erinnerte daran, was durch den Talvertrag alles möglich wurde: Bachverbauungen, Investitionen in Altenheime, Nahverkehr, Radwege und Kanalsysteme seien durch den Vertrag mit dem Verbund, der seit 1969 wertgesichert den Gemeinden Ausgleichszahlungen leitet, möglich. Derzeit sind es jährlich 1,2 Mio. Euro. Geld, auf das die Gemeinden ungern verzichten. LHStv. Geisler gab zudem die landesweite Marschrichtung vor: „Unser Ziel ist es, bis 2050 energieautonom zu werden, das geht nur, wenn mehr erneuerbare Energie produziert wird.“ Man müsse auch im Zillertal über den Tellerrand hinaus und das Ganze globaler sehen, so Geisler zu Aussagen, das Zillertal hätte bereits genug für die Stromerzeugung geleistet. „Wir können mit Pumpspeichern der Energiespeicher Europas sein“, meinte er und Verbund-Chef Amerer erklärte, dass Deutschland sich bei idealen Wetterbedingungen mit Wind und Solarstrom komplett selbst versorgen könne. Dieser Strom sei aber nicht speicherbar.; Was das Tuxbach-Projekt anbelangt, erinnerte Amerer erneut daran, dass die mit 2019 auslaufende Genehmigung für das Kraftwerk Bösdornau den Verbund zum Handeln zwinge. Eine Weiterführung dieses Kraftwerks unter den künftig geltenden strengeren EU-Wasserrahmenrichtlinien sei sowohl aus energiewirtschaftlicher Sicht als auch den Naturschutz betreffend die schlechtere Variante, als das Kraftwerk stillzulegen und den Tuxbach in den Stilluppspeicher abzuleiten. Die Zemmschlucht wäre so oder so für Wildwassersport nicht mehr geeignet, „selbst wenn wir alles zurückbauen und keinen der Bäche mehr zur Energiegewinnung nutzen“, erklärte Projektleiter Marco Fiegl. „Derzeit fließen dort im Sommer 6 bis 7 m³/sek Wasser aufgrund des Kraftwerks, davon stammen 70 Prozent aus dem Tuxbach.“ Auch bei der Revitalisierung von Bösdornau würde durch die neuen Richtlinien der Wildwassersport an erheblich weniger Tagen möglich sein als jetzt. Ab 2019 beziffert Fiegl die Wassermenge in der Zemmschlucht mit 2 bis 2,5 m³/sek.; Um eine Lösung für die Rafter und Kajakfahrer zu finden, prüfe der Verbund intensiv, wie man für sie die Ziller-Wehre Kohlstatt und Kreuzlau durchgängig machen könnte, ohne den Hochwasserschutz zu gefährden. „Uns steht künftig mehr Wasser im Stillupspeicher für die Abarbeitung zur Verfügung, wodurch wir länger und öfter im Schwallbetrieb fahren könnten“, erklärt Fiegl. Das aber gefalle den Fischern nicht, die dann nicht fischen können. „Das ganze Projekt ist ein Kompromiss. Egal in welche Richtung wir gehen, es gibt immer Betroffene. Wir werden es nicht so machen können, dass es für jeden die optimale Lösung ist“, betont Amerer.; Derzeit ist der Tuxbach ab dem Bereich Persal in Finkenberg acht Monate lang praktisch trocken durch die Ableitung nach Bösdornau - ebenso der obere Zemmbach. Künftig würde rund zwei bis drei Kilometer weiter taleinwärts im Bereich Elsbach die unterirdische Ableitung des Tuxbachs zum Stillupspeicher starten. Zurzeit fließen im Tuxbach rund 6 m³/sek Wasser, laut Verbund-Plänen verbliebe künftig rund 1 m³/sek nach der Ableitung ab Elsegg.; Die wasserrechtliche Verhandlung am Dienstag sei laut Amerer ein Meilenstein gewesen, der nächste sei die naturschutzrechtliche Verhandlung. Ziel des Verbunds ist es, bis 2016 alle Genehmigungen zu haben und dann mit der rund zweijährigen Umsetzung der Tuxbach-Ableitung zu starten. Bis dahin stehen noch zahlreiche Gespräche und Verhandlungen am Programm.;

            Tuxbach-Projekt wird heute verhandelt
            AT GemA Mayrhofen ORTSCHRONIK MAYRHOFEN-ZA2-363 · Einzelstück · 2014-07-22
            Teil von Sammlungen der Chronik Mayrhofen

            Heute Vormittag ist ab 9 Uhr das Europahaus Schauplatz der wasserrechtlichen Verhandlung für die Ableitung des unteren Tuxbachs in den Stillupspeicher. Wie berichtet, hat der Verbund Austrian Hydro Power gemeinsam mit den Schwazer Stadtwerken das Projekt eingereicht. Die Gemeinden Mayrhofen und Finkenberg wollten über einen Rechtsanwalt eine Vertagung erwirken – ein Wunsch, der beim zuständigen Ministerium nicht fruchtete. Wie auch der TVB Mayrhofen, der Tiroler Kanuverband und die OeAV-Sektion Zillertal sehen sie die Tuxbach-Strompläne sehr kritisch. „Das Restwasser der Bäche aller vier Seitentäler im hinteren Zillertal wird demnach insgesamt rund fünf Kubikmeter betragen. Der Tuxbach allein hat rund acht Kubikmeter“, meint Hannes Pramstraller, Präsident des Tiroler Kanuverbandes. „Die fünf Kubikmeter sind aus der Luft gegriffen“, kontert Verbundsprecher Wolfgang Syrowatka. „Wir bräuchten keine Grundlagenerhebung machen, wenn wir die Restwassermenge schon wüssten“, sagt er. Inzwischen habe der Verbund über den Rechtsanwalt der Gemeinden einen Forderungskatalog mit „einigen erstmals geäußerten Forderungen“ erhalten. Die darin kritisierten Wehre, die der Verbund einst errichtet hat, könne man nicht zurückbauen, wenn der Hochwasserschutz schlechter werde, erklärt Syrowatka.;

            Tiroler Tageszeitung (richtig!)
            AT GemA Mayrhofen ORTSCHRONIK MAYRHOFEN-ZA2-358 · Einzelstück · 2014-07
            Teil von Sammlungen der Chronik Mayrhofen

            Behördenauflagen machten auf Kasseler Hütte den Umbau der Abwasserreinigungsanlage zum kostspieligen Unterfangen.; Es wurde gesprengt, gebaggert, und auch Hubschrauberlärm dröhnte in den letzten Wochen von der auf 2177 Metern Seehöhe gelegenen Kasseler Hütte ins Stillupptal. Der Grund: Die Sektion Kassel des Deutschen Alpenvereins (DAV) hat die Abwasserreinigungsanlage der Kasseler Hütte umgebaut.; „Die seit 1976 vorhandene Abwasserreinigung entsprach nicht mehr dem Stand der Technik und den gesteigerten Ansprüchen an Gewässerreinhaltung und Umweltschutz“, erklärt Projektleiter Günter Schaub von der DAV-Sektion Kassel. Erhebliche Erdarbeiten waren erforderlich, damit der neue Fettabscheider und die Filtersackanlage im felsigen Gelände auch bei Geländeveränderungen und großer Schneelast sicher sind. 130.000 Euro kostet das aufwändige Bauprojekt - nicht zuletzt auch deshalb, weil wegen der Extremlage der Hütte alle Anlagenteile, Baumaterialien und Maschinen per Helikopter zur Hütte transportiert werden mussten. Heute sollen die letzten Retourflüge stattfinden. Für die Sektion Kassel war die von den Behörden geforderte neue Abwasserentsorgung ein finanzieller Gewaltakt. „Die Kosten übersteigen unser Leistungsvermögen, zumal in den vergangenen Jahren immer wieder kostspielige Maßnahmen erforderlich waren, um den Auflagen der Behörden und der Bauerhaltung und Modernisierung zu entsprechen“, bilanziert Schaub. Ohne die maßgebliche Unterstützung durch die österreichische Umweltförderung und Siedlungswasserwirtschaft sowie durch den DAV wäre es der Sektion nicht möglich gewesen, diese Investition vorzunehmen. „Sechs Mitglieder haben sich zudem eine Woche Urlaub genommen und sind von Kassel ins Zillertal gereist, um selbst mit Hand anzulegen“, erklärt Schaub. Er verhehlt nicht, dass er die Forderungen der Behörden für überzogen hält. „Wir müssen die gleichen Bedingungen wie Betriebe im Tal erfüllen - unter völlig anderen Rahmenbedingungen“, meint er. Davon seien alle Hütten des Tales betroffen.; Die neue Anlage zeichnet die biologische Nachklärung aus. Das Wasser rinnt nach Ablagerung von Schwer- und Schwebstoffen in einer Filtersackanlage in eine Kläranlage, in der ein biologischer Reinigungsprozess startet. „Das Abwasser hat danach wieder Bergwasserqualität“, erklärt Schaub.;

            Tiroler Tageszeitung (richtig!)
            Rechtsanwalt im Kampf gegen Verbund engagiert
            AT GemA Mayrhofen ORTSCHRONIK MAYRHOFEN-ZA2-351 · Einzelstück · 2014-07-22
            Teil von Sammlungen der Chronik Mayrhofen

            Gemeinden, Touristiker, Alpenverein und der Kanuverband wehren sich gemeinsam gegen die geplante Tuxbach-Ableitung des Verbunds.; Die Gemeinden Mayrhofen und Finkenberg und der TVB Mayrhofen-Hippach haben gemeinsam einen Rechtsanwalt damit beauftragt, eine Verschiebung der ihrer Meinung nach mit 22. Juli zu kurzfristig angesetzten wasserrechtlichen Verhandlung für das Tuxbach-Projekt zu erwirken. „Die Zeit soll genützt werden, weitere Details zu der geplanten Ableitung zu erfahren und das klare Nein der Gemeinde Mayrhofen, des TVB Mayrhofen-Hippach, des Alpenvereins und des Kanuverbandes Tirol mit Fakten zu untermauern“, erklärt Hannes Pramstraller, Präsident des Tiroler Kanuverbandes und Sprecher der Gruppe, die sich koordiniert gegen die Kraftwerkspläne wehren will. Auch die Gemeinde Tux soll ins Boot geholt werden, der Gemeinderat wird sich nächste Woche mit dem Thema befassen.; Wie berichtet, will der Verbund Austrian Hydro Power gemeinsam mit den Schwazer Stadtwerken den Tuxbach zwischen Finkenberg und Tux mittels neu zu schaffenden großteils unterirdischen Stollen zum Stilluppspeicher ableiten. Der Konzern betitelt das Projekt als Nachfolgelösung für das Kraftwerk Bösdornau, dessen Genehmigung 2019 ausläuft. Künftig würden trockene Bachbetten oder nur temporäre Wasserabgaben in Bachläufe der Vergangenheit angehören, wirbt der Konzern für seine Pläne. Auch das Rauschen und der so genannte Weißwasseranteil würden künftig eine wichtige Rolle spielen.; „Rauschen und Weißwasser können wir auch bei der WC-Spülung erleben. Und die garantierten Restwasser sind in der zivilisierten westlichen Welt überall eine Selbstverständlichkeit - außer im Zillertal“, kontert Pramstraller. Das Tal könne sich künftig mit einem stinkenden und von Mischkanälen und Oberflächengewässern kontaminierten Restrinnsal von im Schnitt 5 m³/sec. Wasser im Ziller-Bachbett, das eine hundertfache Menge fassen könne, in Stromleitungstal umtaufen, wettert Pramstraller. Der Kanuverbandspräsident erinnert an einen Bescheid von 1968, laut dem Wildwasserrennen auf Zemm und Ziller auch in Zukunft zu ermöglichen seien. Beide Bäche galten als Eldorado des Wildwassersports. Und er ortet eine Bringschuld der E-Wirtschaft in Sachen Restwasser in trockenen Bächen, Rückbau der Kastenwehre und der harten Zillerverbauung sowie beim Vergraben der Stromleitungen. „Es geht uns aber ganz klar um ein längst überfälliges Nein zu jeglichen weiteren Ausbauten, Ab- und Umleitungen im Tal“, betont er. Von einem „Geben und Nehmen“ spricht Verbundsprecher Wolfgang Syrowatka mit Verweis auf den Talvertrag. Das Projekt sei seit Langem Entscheidungsträgern bekannt, wundert er sich und räumt ein, dass man weiterhin auf Verhandlungen setze.;

            Tiroler Tageszeitung (richtig!)
            Wirbel um Parkplatz im Freiland
            AT GemA Mayrhofen ORTSCHRONIK MAYRHOFEN-ZA2-330 · Einzelstück · 2014-06
            Teil von Sammlungen der Chronik Mayrhofen

            Per Bescheid wurden im März Bauarbeiten für einen Parkplatz im Freiland in Mayrhofen eingestellt. Dass der Bauamtsleiter nun eine Straßenverlegung zugunsten des Parkplatzbesitzers plant, erntet scharfe Kritik.; Zeugen heftiger Wortgefechte wurden die Zuhörer der jüngsten Gemeinderatssitzung in Mayrhofen. Grund für die Aufregung war ein Parkplatz, dessen Anlegung bereits im März für reichlich Wirbel sorgte.; Wie berichtet, hatte ein ehemaliger Tourismusverband-Funktionär damals in einer als „Freihalteraum Erholungsgebiet“ ausgewiesenen Zone mit Baggerarbeiten für einen Parkplatz begonnen. Die Bauarbeiten wurden nach Anzeig¬e bei der Gemeinde schließlich per Bescheid eingestellt - denn lediglich die Errichtung von Sport- und Freizeitanlagen für Erholungszwecke ist hier erlaubt. Der Bauherr hatt¬e daraufhin unter anderem den Bau einer Gartenanlage angekündigt, doch auch von Abstellplätzen war in seinem Schreiben an die Gemeinde weiterhin die Rede. Dafür bräuchte es aber eine Umwidmung.; Inzwischen wird das geschotterte Areal auch genutzt - und zwar als Parkplatz. Sehr zum Ärger einiger Anrainer und auch einiger Gemeindemandatare - allen voran GR Monika Wechselberger. Schließlich gibt es mehrere einstimmige Beschlüsse darüber, dass die besagte Wiese im Siedlungsraum grün bleiben müsse. „Und jetzt arbeitet die Gemeinde eine Variante aus, um die Parkfläche an das Haus des Bauherrn zu rücken. Dafür soll die Straße verlegt werden.“ Für Monika Wechselberger ein Unding: „Bausündern wird von der Gemeinde noch geholfen. Und das mit öffentlichen Geldern, denn der Bauamtsleiter plant jetzt die Straßenverlegung“, zeigt sie empört auf. Auch GR Bernadette Geisler warnte in der Gemeinderatssitzung vor den Folgewirkungen dieses Schritts.; Ganz anders sieht die Situation der zuständige Ausschussobmann GR Hans Gasser. Der TVB-Funktionär habe für sein Apparthotel keine Parkplätze und legitim die 300~m² Freilandgrund gekauft. Er habe um Umwidmung angesucht. „Jeder Bürger hat das Recht, dass seine Anliegen im Gemeinderat behandelt werden, jeder wird gleich behandelt“, sagt Gasser. Nun sei es Sache des Gemeinderates, das Thema zu erörtern und zu entscheiden, ob er sich für die Möglichkeit einer Straßenverbreiterung samt Gehsteig ausspreche, formuliert es Gasser. Der TVB-Funktionär wollte gestern keine Stellungnahme abgeben.; Gassers Bauprojekt - eine Metzgerei an der Zillertalstraße - wurde in der Sitzung nach Änderungen bewilligt. Unter anderem wird die Höhe einer Mauer, die ein Nachbar beeinspruchte, nun niedriger ausfallen. Auch der vor Jahren ohne Bescheid errichtete Wintergarten eines Hoteliers in der Hauptstraße, der für viele Debatten im Gemeinderat sorgte, war Thema. Der Bürgermeister hat als Baubehörde erster Instanz nun einen positiven Baubescheid erlassen.;

            Tiroler Tageszeitung (richtig!)
            Alpenverein organisiert Widerstand
            AT GemA Mayrhofen ORTSCHRONIK MAYRHOFEN-ZA2-328 · Einzelstück · 2014-06
            Teil von Sammlungen der Chronik Mayrhofen

            Das geplante Tuxbach-Projekt des Verbunds könnte das Aus für den Wildwassersport in der Zemmschlucht bedeuten. ; Im ruhigen Fahrwasser befand sich der Verbund Austrian Hydro Power bisher, was seine Energiegewinnungspläne im Zillertal betrifft. Doch jetzt regt sich Gegenwind im Tal. Die Sektion Mayrhofen des Oesterreichischen Alpenvereins kritisiert die Pläne des Verbunds, gemeinsam mit den Schwazer Stadtwerken den Tuxbach im Bereich Bärendille über einen Stollen zum Stillupspeicher abzuleiten, scharf.; Sektionsobmann Paul Steger ruft angesichts der bevorstehenden wasserrechtlichen Verhandlung des Projektes am 22. Juli - wo u.~a. Gemeinden, Grundbesitzer und Fischereiberechtigte Parteienstellung haben - zum Widerstand auf. „Durch dieses Projekt würde die Zemm nicht mehr im Kraftwerk Bösdornau abgearbeitet. Das hieße, dass die Zemmschlucht ab Bösdornau bis auf eine lächerliche Restwassermenge trockengelegt wird“, ist Steger überzeugt. Die Schlucht gilt als Eldorado für Kajakfahrer. „Das oder Rafting wäre nicht mehr möglich“, behauptet Steger. Auch im Ziller, in den die Zemm mündet, fehle das Wasser. Bestürzt sind Steger und sein Ausschuss auch über das geplante 600-Mio.-Euro-Projekt, durch das Zillerwasser ab Mayrhofen via 27 km langem Stollen bis zu einem neuen Kraftwerk in Rotholz geleitet und mit dem Inn verbunden werden soll. Im Ziller-Bachbett, wo 50 m³ Wasser Platz hätten, würden dann nur noch 5 m³ rinnen, sagt Steger und betont: „Wir sind einhellig der Meinung, dass das Zillertal mit einem Ausbaugrad von etwa 90~% für die Energiewirtschaft über Gebühr viel geleistet hat.“ Die OeAV-Sektion wolle daher mit Gemeinden, dem TVB Mayrhofen-Hippach und Outdooranbietern eine Aktionsgemeinschaft bilden, um die Projekte zu verhindern.; Verbund-Pressesprecher Wolfgang Syrowatka stellt die Situation anders dar. Über das Kraftwerk Bösdornau, dessen Genehmigung 2019 ausläuft, werde das Wasser des Stillup-, Tux- und Zemmbachs abgearbeitet - und zwar zu Kriterien, die nicht mehr genehmigungsfähig seien. „Jetzt muss erst Restwasser abgegeben werden, der Rest darf zur Energiegewinnung genutzt werden“, erklärt er. Bachbetten, die jetzt trocken seien, bekämen wieder Wasser. „Es mag schon sein, dass einige davon profitierten, dass durch Bösdornau bisher das gesamte Restwasser zum Nachteil anderer Bachbetten in die Zemmschlucht floss“, meint er und räumt ein: „Ich weiß um die Thematik Wassersport. Vielleicht kann man da noch was verbessern.“;

            Tiroler Tageszeitung (richtig!)
            Startschuss für Seniorenheim
            AT GemA Mayrhofen ORTSCHRONIK MAYRHOFEN-ZA2-276 · Einzelstück · 2013-08-27
            Teil von Sammlungen der Chronik Mayrhofen

            Gestern wurde das Siegerprojekt des Architektenwettbewerbs in Mayrhofen präsentiert.; Weg von der klassischen Heim-Atmosphäre hin zur behaglichen, betreuten Wohnkultur. Das ist der Weg, den der Altenheimverband Kaiser-Franz-Josef- Stiftung mit seinem neuen Seniorenheim in Mayrhofen gehen will.; Gestern wurde im Europahaus das Siegerprojekt des Architektenwettbewerbes präsentiert, das innerhalb von zwei Jahren nach Baustart im September 2014 auf dem jetzigen Parkplatz Mitte auf 5000 m² umgesetzt werden soll. Einstimmig erhielt das Architekturbüro Scharmer/Wurnig aus Innsbruck den Zuschlag für den Bau des Sozialzentrums. Es setzte sich gegen elf Mitbewerber durch.; „Eine besondere Herausforderung war, die Allgemeinflächen des Sozialzentrums, die sonst im Untergeschoß unterbracht werden, oberirdisch anzusiedeln“, erklärte Architekt Andreas Scharmer. Unterirdisch lässt die Gemeinde Mayrhofen nämlich eine Tiefgarage mit 420 Stellplätzen errichten. Oberirdisch soll u. a. Platz für 80 Betten (inkl. fünf Kurzzeitpflegebetten) geschaffen werden - aufgeteilt in überschaubare Wohngruppen mit Stube, Wohnküche und Terrasse für jeweils 15 Heimbewohner. „In dem Zimmer, in das der jeweilige Bewohner zieht, kann er auch bleiben, wenn sich sein Gesundheitszustand verschlechtert und mehr Pflege nötig wird“, erläutert Klaus Rainer, Geschäftsführer und Pflegedienstleiter des Zeller Altenwohn- und Pflegeheimes die Philosophie, die auch in der Mayrhofner Dependance umgesetzt werden soll.; Die Referenzen Scharmers, der nach Seefeld derzeit auch in Kirchberg ein Seniorenheim baut, waren für den Mayrhofner Bürgermeister und Obmann des Altenheimverbandes, Günter Fankhauser, ein wichtiges Kriterium. Ebenso, dass alle Vorgaben, auch hinsichtlich der höchstmöglichen Förderungen, erfüllt werden. Als Baurechtsnehmerin realisiert die Neue Heimat Tirol (NHT) unter der Bauleitung von Dietmar Waldeck das Neun-Millionen-Euro Projekt Sozialzentrum samt 6,4 Mio. Euro teurer Tiefgarage. Die Gemeinde Mayrhofen hat mit der NHT und Waldeck bereits ihr Schulzentrum realisiert.; Für die 17 Sprengelgemeinden von Stumm bis Tux gibt es bisher nur ein Seniorenheim in Zell mit 84 Pflegeplätzen.;

            Tiroler Tageszeitung (richtig!)
            Umbau beschäftigt Mandatare
            AT GemA Mayrhofen ORTSCHRONIK MAYRHOFEN-ZA2-270 · Einzelstück · 2013-08
            Teil von Sammlungen der Chronik Mayrhofen

            Zwei Geschoße und ein Dachgeschoß weist das so genannte Kugler Haus in der Hauptstraße in Mayrhofen derzeit auf. Daraus sollen jetzt vier Geschoße plus ein nach hinten versetztes Dachgeschoß (für eine Skylounge) werden, geht es nach den Plänen des Eigentümers. Im Mayrhofner Gemeinderat wurde unlängst ein Modell dazu präsentiert. „Unser Raumplaner meint, es ist zu groß“, heißt es aus dem Bauamt. GR Monika Wechselberger erinnerte an „Altlasten“ des Eigentümers in Form eines nicht genehmigten Wintergartens. „Es kann nicht sein, dass die Gemeinde ihm den Bebauungsplan richtet, bevor Altlasten erledigt sind“, meinte sie und forderte Gleichbehandlung. GR Bernadette Geisler fragte, wie man hier mit den Nachbarn umgehe. Sie sei es zudem leid, dass einige im Gemeinderat sie als Verhindererin hinstellen würden. BM Fankhauser informierte, dass am 5. September eine Bauverhandlung anstehe, bei der der Wintergarten nicht genehmigt werde.;

            Tiroler Tageszeitung (richtig!)
            Wichtiger Schritt im Nahverkehr
            AT GemA Mayrhofen ORTSCHRONIK MAYRHOFEN-ZA2-208 · Einzelstück · 2013-04
            Teil von Sammlungen der Chronik Mayrhofen

            Kaltenbach hat den modernsten Knotenpunkt für öffentlichen Nahverkehr im Zillertal. Bei der offiziellen Eröffnung und Segnung wurde klar, dass es entlang der Bahnstrecke noch viel zu tun gibt.; Gut Ding braucht Weile. Und mitunter auch viel Geld. Beides trifft auf den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs im Zillertal zu. Zehn Jahre vergingen von der Unterschrift unter den Verkehrsdienstvertrag zwischen den Zillertaler Verkehrsbetrieben und dem Verkehrsverbund Tirol, welcher die Weichen für einen halbstündigen Takt der Zillertalbahn stellte, bis zur kompletten Umsetzung. Gestern wurde bei der offiziellen Eröffnung des Bahnhofs Kaltenbach als moderner Knotenpunkt für den öffentlichen Verkehr dieser Meilenstein gefeiert.; Der für den Halbstundentakt zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke sei ein „noch nie dagewesener Fall für eine Schmalspurbahn“, erklärte Zillertalbahndirektor Wolfgang Holub. Kosten, die den Rahmen fast gesprengt hätten und Widerstände wegen Grundinanspruchnahmen zwischen Ramsau und Kaltenbach prägten die Umsetzungsphase. „Da mussten sich einige Bürgermeister Beschimpfungen gefallen lassen. Aber am Ende einigten wir uns mit allen Grundbesitzern bis auf einen, der enteignet werden musste. Allerdings ging es um einen vergleichsweise kleinen Wert von 7000 Euro“, schilderte Holub.; 20 Millionen Euro verschlang das Gesamtprojekt, das neben dem Gleisausbau das Entschärfen von Eisenbahnkreuzungen, neue Fahrzeuggarnituren, zwei neue Haltestellen und Fußgängerunterführungen, ein computergesteuertes Zugleitsystem und dynamische Fahrgastinformation beinhaltet. Es gebe da noch einige finanzielle Lücken, die mit Bund und Land noch geschlossen werden müssen, sagte Holub. Dass die Investitionen Sinn machen, untermauerte Holub mit steigenden Fahrgastzahlen der Zillertalbahn.; Christian Molzer, Leiter der Abteilung Straßenbau der Landesregierung, betonte, wie wichtig es sei, im Bereich Verkehr - sei es Straße oder Schiene - an einem Strang zu ziehen. „Ich würde mir mehr solche Synergien auch im Bereich der Finanzierung wünschen, damit manche Dinge schneller verwirklicht werden können.“ Landeshauptmannstellvertreter Anton Steixner betonte, das Zillertal sei, was den Ausbau des öffentlichen Verkehrs anbetrifft, noch immer eine Großbaustelle, auf der es noch sehr, sehr viel zu tun gebe. In Mayrhofen, Ramsau, Zell und Fügen müssen die Bahnhöfe ebenfalls zu modernen Verkehrsknotenpunkten umgebaut werden. Die Elektrifizierung der Zillertalbahn ist ebenfalls in Zukunft geplant. Standortbürgermeister Klaus Gasteiger war die Freude über den modernen Kaltenbacher Bahnhof ins Gesicht geschrieben. 2135 Menschen seien an einem Spitzentag im Februar am Bahnhof gezählt worden. Den Bahnhof Kaltenbach zeichnen nun neue Bus­ und Bahnsteige in behindertengerechter Ausführung mit zwei Wartehäusern und Gratis­WLAN­Empfang aus. Abgerundet werden die Umbaumaßnamen mit 25 neuen Park+Ride­Stellplätzen, Fahrradabstellplätzen mit Ladeanschlüssen für E­Bikes sowie breiten Gehsteigen.;

            Tiroler Tageszeitung (richtig!)
            Penkenbahn geht doch in Planung
            AT GemA Mayrhofen ORTSCHRONIK MAYRHOFEN-ZA2-197 · Einzelstück · 2013-03
            Teil von Sammlungen der Chronik Mayrhofen

            Verbindliche Vereinbarung wurde von Gemeindevorstand und Bergbahnaufsichtsrat einstimmig in Mayrhofen beschlossen.; Wie verbindlich ist ein Gemeinderatsbeschluss? Darüber wurde in den letzten Tagen in Mayrhofen viel diskutiert. Anlass war der Wunsch der Mayrhofner Bergbahnen AG, den einstimmig gefassten Grundsatzbeschluss bezüglich des Verkehrskonzepts in Mayrhofen zur Realisierung der neuen Penkenbahn durch eine privatrechtliche Vereinbarung abzusichern. Wie berichtet, weigerte sich der Gemeindevorstand, dies zu tun. Jetzt wendete sich das Blatt.; Es herrsche mittlerweile bei allen Beteiligten Einigkeit darüber, dass die Umsetzung des Verkehrskonzepts zumindest teilweise eine langfristige ist und es daher auch eine langfristige verbindliche Vereinbarung brauche, teilten die Mayrhofner Bergbahnen gestern in einer Aussendung mit. Die Bergbahn hat sich nun verpflichtet, die Planungsarbeiten für eine neue Penkenbahn mit Nachdruck weiter voranzutreiben. Die Gemeinde werde nach ihren Möglichkeiten dafür sorgen, dass ein Verkehrskonzept umgesetzt wird, das eine Genehmigung der Penkenbahn mit der benötigten Förderkapazität von bis zu 4000 Personen/Stunde ermöglicht. Das wurde gestern in einer Vereinbarung zwischen der Gemeinde und den Mayrhofner Bergbahnen festgehalten und dem durch einen einstimmigen Beschluss des Aufsichtsrates der Bergbahn und des Gemeindevorstandes zugestimmt. Mit dieser Vereinbarung, in der auch festgehalten wird, dass Vorbereitung und Umsetzung des Verkehrskonzeptes gemeinsam erfolgt, ist der Weg frei für die Planung und Umsetzung der neuen Penkenbahn.; Was das Verkehrskonzept anbelange, gebe es keine Festlegungen für eine bestimmte Art des Personentransports, sondern nur über die Kapazität und die Transportwege. Die detaillierte Ausarbeitung soll bis zum 19. April erfolgen. Als nächsten Schritt will die Bergbahn Planungsaufträge erteilen und Gespräche mit den Grundeigentümern führen. Realistischer Termin für die Inbetriebnahme der neuen Penkenbahn sei der Beginn der Wintersaison 2015/16. „Ich bin total froh und glücklich. Wir werden konstruktiv weiterarbeiten“, sagt Bergbahn-Vorstand Josef Reiter.;

            Tiroler Tageszeitung (richtig!)
            Stillstand in Mayrhofen bewegt
            AT GemA Mayrhofen ORTSCHRONIK MAYRHOFEN-ZA2-196 · Einzelstück · 2013-03
            Teil von Sammlungen der Chronik Mayrhofen

            Das Verkehrsproblem ruft die Grünen auf den Plan. Seilbahnsprecher Franz Hörl kritisiert das Nein zur Talabfahrt.; Das Verkehrsproblem in Mayrhofen, das vorige Woche Thema des TT-Forums war, sorgt auch außerhalb der Gemeinde für Diskussionen.; Grünen-Bezirkssprecher Hermann Weratschnig fordert den Planungsverband auf, sich der Sache anzunehmen: „Damit die Zillertalbahn ausgebaut wird, braucht es einen Schulterschluss aller Gemeinden und politischen Druck auf die Verantwortlichen.“ Der Gästeverkehr gehöre auf ein drittes Bahngleis und nicht auf eine zweite Talstraße. „Damit verdoppelt sich nur zukünftig das Verkehrsproblem“, meint der grüne Bezirkssprecher und verweist auf den Strategieplan Zillertal. Als Begleitmaßnahmen kann sich Weratschnig einen liniengeführten Skibusverkehr vorstellen.; Der Schwazer Wirtschaftskammerobmann und Tirols Seilbahnsprecher Franz Hörl sieht die Pläne der Mayrhofner Bergbahnen durchaus kritisch. Das Festhalten an einer Zugverlängerung sei derzeit völlig abwegig - zum einen weil ein Grundbesitzer dagegen sei. Zum anderen weil „ich bei der Zillertalbahn kein modernes Zukunftsprogramm für das Zillertal sehe“, so Hörl. „Wäre sie elektrifiziert, wären die Bedenken sicher nicht so groß“, sagt er. Bekanntlich streben auch die Zillertaler Verkehrsbetriebe die Elektrifizierung an, die allerdings mit hohen Kosten verbunden ist. „Warum keine Horberg-Abfahrt kommt, verstehe ich überhaupt nicht“, so Hörl weiter. In dasselbe Horn stößt Kellerjochbahn-Chef Werner Kostenzer: „Das wäre das Erste, was ich bauen würde. Wo ein Wille, da ein Weg.“; Bergbahn-Vorstand Josef Reiter erklärt, der Neubau der Penkenbahn sei eine existenzielle Frage für die Entwicklung des Unternehmens und des Ortes und 100-prozentige Konzentration dafür gefordert. Die Bahn sei in die Jahre gekommen. Es könne sein, dass bei technischen Problemen tagelang auf ein Ersatzteil gewartet werden müsse. Bei der Abfahrt sei neben einem fehlendem Verkehrskonzept und naturschutzrechtlichen Problemen auch die Beschneiung nicht gesichert. Derzeit erstellt das Unternehmen Unterlagen für die Wiederverleihung des Wasserrechts, welches nach 25 Jahren heuer endet.;

            Tiroler Tageszeitung (richtig!)
            Baustart des Altenheims wird für 2014 anvisiert
            AT GemA Mayrhofen ORTSCHRONIK MAYRHOFEN-ZA2-185 · Einzelstück · 2014
            Teil von Sammlungen der Chronik Mayrhofen

            „Sozialzentrum Gepflegtes Wohnen“ soll die Dependance des Zeller Altenheims in Mayrhofen heißen. Der Architektenwettbewerb läuft.; Seit vielen Jahren - und noch unter dem Zeller Altbürgermeister Walter Amor als Altenheimverbandsobmann - ist der Bau einer Dependance des Zeller Altenheims in Mayrhofen Thema. Mehrfach änderte sich seither der geplante Standort in der Marktgemeinde. Doch nun werden Nägel mit Köpfen gemacht.; „Am 6. Juni hatten wir die konstituierende Sitzung der Jury für den Architektenwettbewerb“, informiert der Mayrhofner Bürgermeister Günter Fankhauser in seiner Funktion als Obmann des Altenheimverbandes. Sie bestehe aus den Architekten Gerhard Mitterberger, Dietmar Ewerz, Roland Kapferer von der Abteilung Wohnbauförderung des Landes, Neue-Heimat-Geschäftsführer Hannes Gschwentner und dem Mayrhofner Gemeindechef. „Die Optik für das Gebäude im Zentrum von Mayrhofen ist uns wichtig“, sagt Fankhauser.; Das Projekt soll auf dem 5000 m² großen Parkplatz Mitte realisiert werden. Dabei handelt es sich um Gemeindegrund. Zum Bewerb seien nur Architekten und keine planenden Baumeister zugegelassen - zwölf hätten sich die Unterlagen abgeholt. Am 5. August ist Abgabeschluss, am 22. August fällt in Innsbruck die Entscheidung.; „Das Baurecht für das Seniorenheim hat die Neue Heimat, die Gemeinden mieten es ihr ab und könnten es nach 25 Jahren kaufen“, erklärt Fankhauser. Die Kosten für den Bau des Altenheims, das den Namen „Sozialzentrum Gepflegtes Wohnen“ tragen soll, beziffert er mit rund neuen Millionen Euro. Auch Räume für den Gesundheits- und Sozialsprengel und eine Arztpraxis seien vorgesehen. Eine bauliche Einheit, die 14 Einzel- und ein Doppelzimmer umfasst, sowie eine große Gartenfläche von mindestens 1500 m² zählen zu den Vorgaben an die Architekten. Insgesamt soll Platz für 80 Senioren geschaffen werden. „Im Schnitt haben wir derzeit 15 Personen auf der Warteliste im Zeller Altenheim, einige sind derzeit in anderen Heimen untergebracht“, informiert Fankhauser.; Unter der Seniorenresidenz lässt die Marktgemeinde Mayrhofen eine dreistöckige Tiefgarage mit 420 Stellplätzen bauen. Fankhauser: „Nachdem das Siegerprojekt feststeht, soll im Herbst die Ausschreibung starten. Im Frühjahr 2014 ist der Baustart geplant und die Fertigstellung im Herbst 2016.“;

            Tiroler Tageszeitung (richtig!)
            AT GemA Mayrhofen ORTSCHRONIK MAYRHOFEN-ZA2-179 · Einzelstück · 2013-05
            Teil von Sammlungen der Chronik Mayrhofen

            Einem Wintergarten in Mayrhofen fehlt die Baugenehmigung. Über das Warum haben Gemeinde und Bauherr unterschiedliche Ansichten.; Sein oder Nichtsein, das ist die Frage für einen Wintergarten, der vor zweieinhalb Jahren vor dem Sporthotel Manni in der Mayrhofner Hauptstraße errichtet wurde. Wie lange in dem gläsernen Bauwerk noch Gäste bewirtet werden können, ist unklar. Wurde es doch ohne Baugenehmigung errichtet.; Er habe den damaligen Bauamtsleiter vor Errichtung gefragt, ob er eine Baugenehmigung benötige - und dieser habe ihm mitgeteilt, eine Bauanzeige reiche, behauptet der Bauherr Hotelier Manfred Mannlicher. „Ansonsten hätte ich das nie gebaut! Außerdem hat das Bäckereigeschäft daneben schon viel früher eine Glasdachkonstruktion mit derselben Baufluchtlinie gebaut - auch nur mit Bauanzeige.“ Der ehemalige Bauamtsleiter Paul Steger hat eine andere Erinnerung an das Gespräch. „Ich sagte ihm, dass die Aussichten für eine Baugenehmigung schlecht stehen. Er wollte daher versuchshalber eine Bauanzeige machen und schauen, wie die Gemeinde reagiert“, schildert Steger.; Die Bauanzeige ging allerdings erst nach Errichtung des Wintergartens bei der Gemeinde ein. Es folgten verschiedene formale Maßnahmen, durch die dem Hotelier u. a. mitgeteilt wurde, es brauche eine Bauverhandlung. Beide Seiten hofften, ohne großes Aufheben eine Lösung zu finden. „Wenn ich gewusst hätte, es braucht eine Bauverhandlung, hätte ich für die paar Plätze aus dem bisherigen offenen Podest keinen Wintergarten gemacht“, sagt Mannlicher.; „Er sagte mehrfach, er wolle den Wintergarten wieder abbauen, wenn es Komplikationen gibt. Passiert ist das aber nie“, erklärt Bürgermeister Günter Fankhauser. Der Wintergarten steht auf eigenem Grund des Hoteliers. Allerdings sei der Gehsteig nun zu schmal und das Ganze dem Ortsbild nicht zuträglich, lauten die Bedenken. Der Vergleich mit der Glasdachkonstruktion der benachbarten Bäckerei hinke. „Denn das ist eine offene Bauweise, wo man unter den Säulen durchgehen kann“, erklärt der Gemeindechef.; Der Hotelier stellt die Entfernung des Wintergartens nun neuerlich in Aussicht - sofern ihm bei einem anderen Bauvorhaben nicht mutwillig Steine in den Weg gelegt werden. Dabei geht es um den Umbau des neben dem Hotel gelegenen Hauses. Unter anderem ist eine Aufstockung geplant, wodurch es genauso hoch wie das Hotel werden würde.; Laut geltender Tiroler Bauordnung sei das Projekt so nicht umsetzbar, behauptet der Bürgermeister. Man wolle nun im Gemeinderat einen Bebauungsplan für die betroffene Straßenseite samt dahinterliegender Häuser bis zur Kreuzung Scheulingstraße erlassen. Wie der aussieht, steht noch nicht fest. Mannlicher fürchtet, zu seinen Ungunsten. „Wenn auf dieser Straßenseite nicht so hoch gebaut werden darf wie auf der gegenüberliegenden, widerspricht das dem Gleichheitsgrundsatz“, sagt er und fügt an, dass er dann den Rechtsweg beschreiten wolle.;

            Tiroler Tageszeitung (richtig!)
            AT GemA Mayrhofen ORTSCHRONIK MAYRHOFEN-ZA2-102 · Einzelstück · 2013-10
            Teil von Sammlungen der Chronik Mayrhofen

            Wasserkraft-Experten fordern beim Hydro-Kongress in Innsbruck einEnde der Solarförderung. Die Tiwag überlegt, Solargelder zu streichen.; Karl-Heinz Gruber, Vorstand des österreichischen Verbund-Energiekonzerns, hat eindringlich vor einem Zusammenbruch des Stromnetzes vor allem in Deutschland gewarnt. Der massive Ausbau von Wind- und Sonnenenergie stelle die Stromnetze auf die Belastungsprobe. „Wenn sich nichts ändert, wird es irgendwann einen Crash geben“, sagte Gruber im Rahmen der „Hydro 2013“ in Innsbruck. Schon mehrmals seien die Netze knapp am Zusammenbruch vorbeigeschrammt.; 1300 Experten aus 80 Nationen diskutieren derzeit beim internationalen Wasserkraftkongress in der Tiroler Landeshauptstadt über die Rolle der Wasserkraft. „Die Wasserkraft wird bei der Energiewende unterschätzt“, so Gruber. Pumpspeicherkraftwerke würden zusehends die Funktion einer Batterie übernehmen, die Erzeugungsschwankungen aus den Wind- und Solarstromanlagen ausgleichen sollen. Mit „maßvollen Dingen“ könne man zudem die Erzeugung von Wasserkraft-Strom deutlich steigern. So investiere der Verbund im Speicherkraftwerk in Mayrhofen 50 Mio. Euro in die Modernisierung der Maschinen.; In Deutschland brauche es allerdings eine „dramatische Änderung“ des Energiesystems. Unter anderem fordert Gruber ein Ende der massiven deutschen Solarförderung über die Einspeisetarife, die am Ende der Förderkette der Stromkunde mittels einer Ökostromzulage zahlen muss. Unterm Strich ist deshalb die Stromrechnung für deutsche Haushalte in den vergangenen Jahren regelrecht explodiert.; Auch die Tiwag denkt darüber nach, bei Neuanlagen die Einspeisetarife für Solarstrom zu streichen. Derzeit zahlt die Tiwag 15 Cent für jede Kilowattstunde, die von privaten Solarstromanlagen ins Netz eingespeist wird. „Diese Kalkulation stammt aus dem Jahr 2008, die Förderung ist definitiv zu hoch“, sagt Tiwag-Vorstandsdirektor Johann Herdina: „Um Gerechtigkeit herzustellen, muss man sich überlegen, die Solarförderung für Neuanlagen zu streichen.“;

            Tiroler Tageszeitung (richtig!)
            Abbrucharbeiten für das Europahaus Neu begonnen
            AT GemA Mayrhofen ORTSCHRONIK MAYRHOFEN-ZA1-32 · Einzelstück · 2009-01-20
            Teil von Sammlungen der Chronik Mayrhofen

            Am Montag war er endlich da, der Startschuss für die Abbrucharbeiten am alten Europahaus in Mayrhofen.; „Am 20. Jänner wurden in einer Sitzung die ersten 6,8 Millionen Euro einstimmig freigegeben und es wird nun definitiv am kommenden Montag mit den Abbrucharbeiten begonnen“, bestätigt der Geschäftsführer des Europahauses Hannes Pramstraller.; Viele Tiroler Bauherren; Höchst erfreut kann Pramstraller anmerken, dass trotz europaweiter Ausschreibung der Großteil der Aufträge an heimische Firmen ergangen ist und somit der Europahaus-Neubau auch eine rasche und spürbare Hilfe für die Zillertaler und Tiroler Baubranche darstellt. Bauherren sind die Marktgemeinde Mayrhofen und der Tourismusverband Mayrhofen/ Hippach. Die Baukosten samt der Einrichtung sollen in etwa elf Millionen Euro ausmachen. Neben zehn Plenar- und Seminarräumen für zwölf bis 1200 Teilnehmer werden zusätzlich zwei Ausstellungsflächen bis 1200m2 entstehen.;

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