Bei der Sammlung handelt es sich um das Ergebnis eines mehrjährigen Projekts des Sportwissenschaftlers Dr. Karl Graf, mit dem Ziel alle unnatürlichen Sterbefälle in Südtirol, insofern sie in der Tagespresse und den Kirchenbüchern Erwähnung fanden, zu verzeichnen. Jeder Sterbefall wurde als eigene Verzeichnungseinheit erfasst und mit der betreffende Belegstelle verzeichnet.
Sin títuloAlter: 24; Zwischen Gossensaß und Brenner gab es bei Tschöfs ein schweres Eisenbahnunglück. Bei einem Zug mit italienischen Soldaten vom 5. Alpini Bataillon (Val Chinese) riss bei der Bergfahrt die Kupplung. 2 Wagen wurden zertrümmert, es gab mehrere Tote. In Tiroler Grenzbote (23.11., S. 4): 21 tote italienische Soldaten (?). Tatsächlich 20. Trotz Einspruchs des italienischen Kommandos wurden die Leichen neben dem Soldatenfriedhof in Sterzing begraben. Die Leiche von Giovanni Galli wurde später exhumiert und in seine Heimatstadt Brescia überführt.
Alter: 37; Bauarbeiter aus Krain. Erlag an einer Schusswunde.
Alter: 3; 3 Kinder fanden eine Handgranate. Diese explodierte und tötete alle drei. Waren Kinder eines Bahnbediensteten, eines Tagelöhners und eines Gutsbesitzer.
Alter: 18; Genauer Name: Seefranz vonKevevara Theo. Handelsschüler aus Graz, Sohn von Excellenz Anton. Schoss sich eine Kugel in den Kopf, starb nach 1,5 Stunden.
Alter: 30; Mann aus Reschen fand eine italienische Handgranate und nahm sie mit nach Hause. Dort explodierte sie in der Stube und tötete ihn auf der Stelle. Es gab noch andere, schwer verletzte Familienangehörige. Wurden von italienischen Sanitätern versorgt. Alois starb 4 Tage später an den Verletzungen.
Alter: 34; Knecht, geriet unter ein umstürzendes Fuhrwerk.
Alter: 55; Erlitt tödliche Brandwunden.
Alter: 42; Soldat aus Ungarn. Starb an einem Bauchstich.