Kommentar zur Tirolischen Landesordnung. Hand geschriebene Landesordnung unterteilt in mehrere Bücher und Artikel von zwei Schreiberhänden zu verschiedenen Zeitpunkten angelegt. Die letzte Eintragung auf Blatt 114 v bezieht sich auf ein Regierungsmandat vom 5. September 1719. Die Auszüge aus dem Gesetzestext beziehen sieb auf das 17. Jhdt. und werden durch zeitgenössische Literatur ausführlich kommentiert.
Graf Meinhard (II.) von Tirol beabsichtigt aus Imst (Oppido Uemste) einen 'Markt' zu machen und spater denselben zur Stadt zu erheben. Er verleiht neben anderen Satzungen dem Ort das Privileg, daß zwischen Mittenwald und Prutz keine andere Warenuiederlage errichtet werden dürfe, als jene in Imst, sowie daß kein Krämer oder Kaufmann innerhalb der Grenzen der Gerichte St. Petersberg, Landeck oder Stanzertal, I-audegg und Pfunds (Phundes) Waren verkaufen oder kaufen dürfe als zu Imst, endlich, daß innerhalb der Gemarkung von Imst niemand berechtigt sei, Wein zu verkaufen und Gäste zu beherbergen als die Leute zu Imst.
Weitere Schreiben an die Müller- und Bäckerzunft zu Imst von Zunftangehörigen, Gerichtsbehörden, und Firmen aus den Jahren 1715, 1716, 1718, 1752, 1765, 1770, 1778 - 1781, 1786, eine Quatembergeldabrechming von 1788, Rechnungen von 1794, eine Strafgeldvorschreibung von 1804, eine Ouatembergeldabrechnung von 1805, weitere iriginale und Abschriften von 1805, 1812 - 1814, 1822, 1823, 1825 - 1827, 1831, 1834 usw.
Leopold, Herzog von Öster reich, bestätigt nach der Teilung der Herrschaft Tirol (Tyrol) mit seinem Bruder Albrecht die Freiheiten, welche Herzog Meinhard, König Heinrich und andere Vorfahren den Leuten und dem Markt zu Imst (Umbst) gewährt haben. Siegler: Herzog Leopold von Österr.
Archenrechnung für die erfolgte Flußverbauung am Inn durch die Archenmeister Johannes Hueber, Sattler, und Franz Kappeller, Tischlermeister. Die Ausgaben für Arbeitsschichten, Material, Fuhrschichten und Knappenschichten betragen 357 Gulden 18 kr 3 von Die Unkosten werden auf genannte Gemeindebürger aufgeteilt und wurden teilweise bereits durch Fronarbeiten abgedient.
Privatschreiben an Johann Lorenz Graf Paradeiser wegen Streitigkeiten auf seinem Gut Poganiz.
Balthasar Schegkher von Ni(e)dermontani, Pfleger zu Imst, auch Bartlmä Anich zu Lcyclttenberg und Georg Englschalck, Gerichtsschreiber zu Imst, beurkunden den Vergleich, welchen Paul Scheer als Bürgermeister von Imst, Martin Erl, Baumeister, Lienhard Teuch, Hans Ruepp, Hans Fuczan, Thoman am Keller und Kaspar Kolli, sämtliche des Rats zu Imst mit Wolfgaug Strasser. Bürger daselbst, vereinbart haben, nach dem derselbe unbefugterweise an seinem I lause am Platz einen gemauerten Laden zu Verkaufszwecken hergestellt hätte und setzen die Bedingung für die fernere Benützung des Baues fest. Siegler: Balthasar Schegkher
Major Martin Teimer, Oberkommandant der Tiroler Landesverteidigung schreibt an Bürgermeister Strele in Imst wegen Änderung der Kriegssituation. Feldmarschall von Chasteler sei mit 10.800 Mann regulärer Truppen über dem Brenner gekommen, weswegen die Anhöhen von Sciiabs und von Brixen laut Kiieusl von den Landesverteidigern besetzt wurden. Aus dieser Stellung wird in wenigen Tagen offensiv vorgegangen. Daher wird aufgetragen, daß das ganze Oberinntal augenblicklich die Waffen ergreife und gegen Innsbruck marschiere. Unterstützung durch Militär wird angeordnet. Es wird aufgetragen, daß sämtliche Munition aus Bayern, welche in Lermoos und Nassereith liegt, sofort nach Bozen geschafft wird. Ebenso sollen die Kisten mit Getreide, Schriften und die Münzsammlung gegen eine Belohnung von 100 200 Gulden nach Bozen überbracht werden. Davon sind alle umliegenden Orte zu verständigen unter Vollzug an den Intendanten Freiherr von Hormayr unverzüglich zu melden.