Dangos 313 canlyniad

Disgrifiad archifol
1487 Okt. 16 (St. Gallentag)
AT StA Vils 7-9-10 · Eitem · 1487-10-16
Rhan o Gemeindeverwaltung

Hans Springer von Vils, Pfleger zu Fragenstein, und seine Ehefrau Anastasia geborene Stridl ersuchen Bischof Friedrich von Augsburg, für die Kapelle des vor der Stadt in Vils neu erbauten Seelhauses eine ewige Messe samt Pfründe für eine Kaplanei anzunehmen. Zur Dotation werden im Hauptzinsbrief genannte Gülten in Oy, Wertach, Nesselwang, Füessen und Schaidtbach, aus Kaspar Brugbergers Haus zu Vils, aus des Stifters eigenem Haus zu Vils (zwischen Schönenstains und Konrad Springers Häusern gelegen), weiters aus seinem Haus beim obem Tor (Vorbesitzer Jakob Schulthais), aus dem Gut des Josef Fritz in der Muesau, sowie in Aiterwang das Gut des Ösehelin und zu Kempten überschrieben. Dem Kaplan wird eine Wohnung im Seelhaus erbaut, sowie ein Krautgarten und zwei Kuhgrasrechte zur Nutzung überlassen. Dafür soll das vom Bischof Johann von Augsburg 1484 zugestandene Jus patronatus zur Präsentation eines Priesters bestätigt werden. Jener Kaplan, welcher die Pfründe innehat, soll dem Pfarrer zu Vils unterstehen und in der Liebfrauenpfarre an genannten Festtagen im Chorrock assistieren. Das Benefizium darf nicht vertauscht werden, denn er muß in der Kapelle täglich um sechs die Messe lesen und am Sonntag im Offertorium für die Stifter und Erzherzog Sigmund Fürbitten. Siegler: Hans Springer, sowie Stadt- und Ratssiegel von Vils Zeugen: Martin Finckhel, Pfarrer, Hans Walter Hocheneckher, Amtmann und Kaspar Bruckhberger, Bürgermeister von Vils

1784 Mai 29 Hall
AT StA Vils 7-9-100 · Eitem · 1784-05-29
Rhan o Gemeindeverwaltung

Das Salzamt Hall nimmt wegen der Beschwerde der Gemeinde Pfronten und der ihr vorenthaltenen Salzfuhren gegenüber dem Oberamt Füssen Stellung. Künftig soll der Gemeinde von 1000 Salzfässern der Transport von 50 bis 60 Fässern unter folgenden Bedingungen zugestanden werden: Die Überlassung der Fässer geschieht aus gutem Willen und bis auf Widerruf. Zoll- und Brückengeld dürfen niemals erhöht werden. Straßen und Brücken sind in gutem wandelbarem Zustand zu halten. Nachbarschaftshilfe in allen Notfällen wird erwartet. Die Fässer dürfen am Weg bis Oy auch bei schlechtem Wetter nicht länger zurückbehalten werden. Mit dieser freiwilligen Zusage sollen alle ausgebrochenen Gehässigkeiten aufgehoben sein. Die Einhaltung der Rodordnung soll vom Pfleger und von den Salzfaktom unparteiisch überwacht werden.

1784 (?) Juli 13 Schongau
AT StA Vils 7-9-101 · Cyfres · 1784
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Die Zunft- und Kerzenmeister des Hufschmiede-, Waffen- und Wagnerhandwerks in der kurfürstlichen Grenzstadt Schongau bestätigen, daß der von Niederhofen gebürtige Dominikus Keller, ehelicher Sohn des Josef Peter Keller und dessen Ehefrau Franziska, das Schmiedehandwerk wohl erlernt hat und allzeit ehrlich und fleißig ausgeübt hat.

1784 Jän. 13/18 Vils
AT StA Vils 7-9-102 · Eitem · 1784-01-13
Rhan o Gemeindeverwaltung

Wegen der Ablieferung der Pupillartabellen antwortet Vils dem Inner- und o.ö. Appellationsgericht in Klagenfurt auf dessen Schreiben vom 24. Dez. des Vorjahres, daß durch mehrere Jahre hindurch in dem kleinen Städtchen Vils keine derartigen Pupillen vorhanden sind. Dieser seltene Umstand ergibt sich daraus, daß sowohl bei vermögenden als auch bei unvermögenden Eheleuten der überlebende Teil Universalerbe ist, unabhängig ob aus der Ehe Kinder vorhanden sind oder nicht.

1786 Dez. 31
AT StA Vils 7-9-103 · Eitem · 1786-12-31
Rhan o Gemeindeverwaltung

Jahresrechnung der Bürgerschaft von Vils für das Kalenderjahr 1786 betreffend die Realitäten im Wert von 2.039 Gulden die Zinserträge von 102 Gulden den Kassavorstand von 169 Gulden sowie alle anderen Geld- und Naturaleinnahmen und die davon bestrittenen Ausgaben. Weitere Einnahmen sind das Niederlag- und Waaggeld mit 398 Gulden die Gewerbesteuer mit 24 Gulden die Schlafkreuzer von Soldaten 37 Gulden die rückgezahlten Kapitalien von Johann Martin Ostler 115 Gulden und von Johann Martin Lob 250 Gulden Dem Jahresbudget von 1.341 Gulden stehen Ausgaben von 1.233 Gulden (gerundet) gegenüber, welche alle durch beiliegende Quittungen belegt sind. Größte Ausgaben sind die Löhne für die Hirten, für Tagschichten, für den Schullehrer, für Soldatentransporte und für neue Darlehen.

1787
AT StA Vils 7-9-104 · Eitem · 1787
Rhan o Gemeindeverwaltung

20 Quittungen an den Bürgermeister Gotthard Konz über bezahltes Schulholzgeld, über die Besoldung von Lehrer Johann Baptist Lrick, über Almosengeld, über Zehrungsgeld eines Rekruten von Martin Loob, über Reisespesen nach Innsbruck, über den Sold des Gerichtsdieners zur Abschiebung von Vaganten. Weitere Quittungen stammen von den zwei Nachtwächtern für Wettermessen, für Spesen und Tagschichten, für Erstellung der Bürgerschaftsrechnung, für Niederlag- oder sog. Gröggeld von den Kälberhirten Johann Martin Sandbichler und Johann Baptist Keller, von dem Galthirten Moritz Lochbiller, vom Kuhhirten Johannes Loob, vom Brunnenmacher Josef Heng, von der Hebamme Anna Maria Sandbichler für Wachtgeld und vom Gerichtsdiener Johann Peter Lachmayr.

1787 Dez. 31
AT StA Vils 7-9-105 · Eitem · 1787-12-31
Rhan o Gemeindeverwaltung

Zusammenstellung über den eingegangenen Hirtlohn für eigenes und fremdes Galtvieh (Klovieh) und für Pferde. Die Bürgerschaft hat im vergangenen Sommer für eigenes Vieh je 24 kr somit 137 Gulden 12 kr Hirtlohn bezahlt. Lür 121 Stück fremdes Groß- und Kleinvieh sind 95 Gulden und für 9 Pferde 16 Gulden eingegangen. Bürgermeister Gotthard Konz bestätigt den Gesamteingang von über 248 Gulden Quittung über den Empfang des Niederlaggeldes für die hier passierten Kaufmannsgüter mit über 414 Gulden

1787 Dez. 31 Vils
AT StA Vils 7-9-106 · Eitem · 1787-12-31
Rhan o Gemeindeverwaltung

Bürgermeister Gotthard Konz bestätigt, daß nicht von jedem Haus die vorgeschriebene Anzahl Mäuse gefangen und abgeliefert wurde, weshalb ein Äquivalent von 2 Gulden 22 kr, welches sich nach dem Viehstand richtet, zu zahlen ist.

1787 Aug. 3 Innsbruck
AT StA Vils 7-9-107 · Eitem · 1787-08-03
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Allgemeine Feuerlöschordnung für das offene Land in Tirol in 59 Paragraphen, gedruckt bei Johann Thomas Trattner, k.k. Hofdrucker und Buchhändler in Innsbruck.

1787 Aug. 26 Vils
AT StA Vils 7-9-108 · Eitem · 1787-08-26
Rhan o Gemeindeverwaltung

Die Bürgermeister von Vils ersuchen das Kreisamt Imst von der Einquartierung der Soldaten im Winter-Standquartier Abstand zu nehmen, da Vils nur 126 Haushalte habe, man durch Transportkosten ohnedies belastet sei, zur Versorgung zu wenig Holz und Nahrung habe und noch an den Schäden der letzten Einquartierung leide.

1787 Aug. 31 Imst
AT StA Vils 7-9-109 · Eitem · 1787-08-31
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Kreishauptmann Franz Laicharding teilt dem Pflegamt Ehrenberg wegen der Errichtung von Standquartieren mit, daß man der Bürgerschaft zu Vils die tröstliche Mitteilung machen könne, daß von Seite der Landesstelle derzeit nicht beabsichtigt sei, eine Mannschaft des Thumischen Regiments in das Gericht Vils zu verlegen.

1549 Aug. 13 Füssen
AT StA Vils 7-9-11 · Eitem · 1549-08-13
Rhan o Gemeindeverwaltung

Zwischen dem Fürstbischof von Augsburg und denen von Hocheneck zu Vilseck werden die Zuständigkeit des Hochgerichtes und das Jagen in der Muesau vertraglich geregelt. Es sollen alle Liegenschaften, die dem Hochstift Augsburg bzw. dem St. Mang-Gotteshaus in Füessen zugehören, vermarkt und beschrieben werden. Für alle auf diesen Gütern begangenen Strafsachen ist der Pfleger von Füessen zuständig, unabhängig davon, wer diese Güter jetzt oder künftig besitzt. Alle Güter, die nicht dem Hochstift zugehören, sind in Malefizsachen von den Hocheneckem zu strafen. Das Jagen steht in der Muesau allein denen von Hocheneck zu, mit Ausnahme der zum Stift Augsburg zugehörigen Forst- und Lehenhoheit. Auch das kleine Weidwerk gehört den Hocheneckem, die es jedoch nicht weiterverleihen dürfen. Somit liegt auch die Strafhoheit bei Wildfrevel bei denen von Hocheneck. Die straffälligen Hintersassen von Muesau, welche dem Bischof und Abt zugehören, sind bei Wildfrevel vom Pfleger zu Füessen zu strafen, bzw. an diesen auszuliefem. Unterschriften: Christoph von Gollstatt, Pfleger und Propst zu Füssen, Peter von Hocheneck zu Vilseck, Johann Rudolf von Hocheneck, Domherr zu Freising, Wolfgang von Hocheneck, Deutschordenskomptur zu Freiburg und Georg von Hocheneck zu Vilseck.

1787 Nov. 23 Vils
AT StA Vils 7-9-110 · Eitem · 1787-11-23
Rhan o Gemeindeverwaltung

Oberbürgermeister Gotthard Konz und Nebenbürgermeister Leopold Pez ersuchen das Pflegamt um Aufhebung der verhängten Viehsperre wegen wirtschaftlicher Nachteile. Durch Mißernten in den letzten drei Jahren, durch Mausbiß und Maikäfer sind die armen Untertanen ohnedies hart getroffen, weshalb um Aufhebung des Exportverbotes gebeten wird.

1787 Dez. 31 Vils
AT StA Vils 7-9-111 · Eitem · 1787-12-31
Rhan o Gemeindeverwaltung

Jahresrechnung der Bürgerschaft von Vils für das Kalenderjahr 1787 (vgl. Nr. 100). Die zugehörigen Quittungen liegen unter Nr. 101. Es zeigt sich ein Überschuß von 143 Gulden (gerundet).

1787 Aug. 18/ Sept. 2
AT StA Vils 7-9-112 · Eitem · 1787-08-18
Rhan o Gemeindeverwaltung

Die Bürgermeister Gotthard Koz und Leopold Pez von Vils richten wegen der abgebrannten Mühle des Peter Triendl an das Gubemium eine Bittschrift und danken gleichzeitig für das Sammelpatent, das jedoch innerhalb der Gemeinde nicht den erhofften Erfolg brachte. Es wird daher der Vorschlag eingebracht, über die Kreisämter und Gerichte die Ortsgeistlichkeit über die Kanzeln zu Sammlungen zu veranlassen. Ohne diese Hilfe könne der verarmte Müller weder eine Haus- noch eine Mahlmühle aufbauen, da das sehr arme Örtl oder Gericht Vils dazu außerstande sei. Es solle daher von der Modalität ab gegangen werden, daß bei einem einzigen abgebrannten Haus keine landesweite Sammlung möglich sei. - Auch dieses Gesuch wird abgelehnt, doch eine Verlängerung der Sammelfrist auf zwei Monate gestattet.

1788
AT StA Vils 7-9-113 · Eitem · 1788
Rhan o Gemeindeverwaltung

Amtmann Josef Hollensteiner erstellt eine Liste von 23 Viehhaltem und wie viele Stück jeder an Kühen, Ochsen, Kälbern und Rössern besitzt. Maximal werden 5 Kühe aufgelistet.