Die o.ö. Hofkammer bekundet, dass die Landstraße zwischen Söll und Ellmau bis an den Pass Strub ruiniert ist, sodass sie gar nicht oder nur mit großer Gefahr zu befahren ist. Daher soll diese Landstraße für alle Zeiten aus Kammermitteln unter der Bedingung erhalten werden, dass alle Anrainer für die Weg- und Brük-kenerhaltung vom Zoll befreit sind. Daher wird dem dermaligen Zoll- und Umgeldeinnehmer zu Kuefstain Hans Jakob Mohr aufgetragen, die betroffenen Untertanen zu Untererpfendorf von der Wiltsallen an, die Griesbacher und Kapeller Nachbarn samt den Urbarsleuten gegen Waidring auf Hasenberg, welche ihren Landstraßenabschnitt bisher auf eigene Spesen zu erhalten hatten, gegen eine Abfindung von 291 Gulden aus der Pflicht zu entlassen. Die Kammer quittiert den Erhalt dieses Betrages und verspricht, ihnen die Zollbefreiung auch weiterhin zu gewähren. (RV: Das Original liegt im Archivtrüchl zu Vorderkapell). - Am 26. April 1697 kauft sich auch das Urbar Waidring von der Straßenerhaltung zwischen Hasenberg und Pass Strub um 393 fi 40 kr frei und muss dafür kein Weggeld mehr bezahlen. (Anm.: Dieser gesiegelte Brief liegt im Urbararchiv oder beim jetzigen Ausschuss Andrä Kinpeuntner am Heigenhaus).
Die vier Stände des Landes Tirol unter Landeshauptmann Paris Graf Wolkenstein teilen nach durchgeführter Kommissionshandlung ihres Buchhalters Karl von Eiberg, welcher zwischen den Vierteln Jochberg, Kirchdorf, St. Johann, Urbar Waidring und Kossen einerseits und den Einwendungen der Viertel Reith und Pillersee anderseits Erhebungen durchführte, der Steuerlokalkommission in Kitzbichl in dieser Steuerdifferenz eine Finalentscheidung mit. Bei einem Steuerpauschale von 500 fi geht es um einen überhöhten Betrag von 99 fi 29 % kr im Viertel Jochberg, welcher in sechs Punkten ausführlich erläutert und im Steuerkompromiss begründet wird.
Beilage zum Kitzbüheler Ausschussprotokoll vom 17. Juni 1795, welche eine Übersicht der acht Viertel nach dem alten und neuen Steuersystem voranstellt. Nach dem kommissioneilen Vorschlag (vgl. Nr. 19/2) müssten St. 19/ Waidring Johann und Kirchdorf merklich weniger Steuer abführen. Aus der kommissioneilen Anzeige geht hervor, dass u. a. Waidring im neuen Steuersystem unverändert bleibt. Es folgt eine ausführliche Begründung der Taxierung. Da der Hauptschätzer Wolfgang Trixl zugab, die Wasserschäden bei den Grundstücken zu wenig berücksichtigt zu haben, sind die Taxationssummen in den geschädigten Vierteln St. Johann und Kirchdorf, wo die Grundstücke in der Ebene mehr einem See als einer Flur gleichen, zu hoch angesetzt. Jochberg hingegen wurde um 99 Gulden 29 3/s kr zu nieder eingestuft. Weitere Erörterungen bezüglich Wustungssteuer folgen.
Standesliste der Bergarbeiter vom 5. Mai 1809, Protokollabschrift der landschaftlichen Schutzdeputation vom 22. April 1809, Protokollauszug über Landesverteidigungsmaßnahmen vom 20. April 1809, Vergütungen für Raub- und Brandschäden, Standesliste der zweiten Schwazer Landwehrkompanie, Mannschaftsliste von Hauptmann Reischers Kompanie, Dislokationsliste der Landsturmkompanie Kitzbühel vom 4. Dez. 1800.
Rapport von Melchior Haag an Major Stainer vom 6. Mai 1809, Versorgung der zwei Schwazer Knappenkompanien im Gericht Kitzbühel betr., Ordonanzschreiben wegen bayerischer Proklamationen, weitere Frontberichte an Major Jakob Stainer, Verzeichnis aller Depeschen vom Vorposten Pass Strub an Major Stainer, Anforderung von Nachschub durch Hauptmann Johann Kerscher, Aufbietung des Landsturms 1905, Ordonanzbrief von Melchior Haag am Hirschbichl 1806, Abzug der Sturmmannschaft und deren Löhnung 1805, Rückzug des Landsturmmajors Johann Jakob Stainer 1800.
Standesliste der dritten Scharfschützenkompanie Kitzbühel von 1799, Schanz-mannschaft vom Viertel Pillersee 1800, Standesliste der Landesschützenkompanie Kitzbühel vom 7. April 1799, Quittung für die Vorspanndienste 1799/1800, Ausgabenverzeichnis des Majors Johann Hörwarter 1800, Josef Kaisermann wegen Mannschaftsanforderung an Oberanführer Hörwarter, Vorspannbestätigung aus Zell im Pinzgau von 1801; Johann Hörwarter bittet Landsturmhauptmann Miller um Unterstütztung. Abrechnung einer Vorspannliste, Schreiben an das Pfleggericht Lofer wegen Pferdetransport 1800, weiters an das Gericht Kaprun 1801, Bestätigung des Pfleggerichtes Kaprun an Hauptmann Simon Fürter von Pillersee 1809, Verzeichnis der vorgeschobenen Posten für den Pass Strub 1809.
Ausweis über die Kriegsschäden der bayerischen Truppen im Mai 1809 im Urbar Waidring, Standesliste der Kompanie Waidring unter Hauptmann Josef von Prugger am Steinpass und Pass Strub, Zeugenaussagen der Hauptmänner Thomas Reischer und Christian Blattl 1837, Zeugenaussagen und Vollmachtserklärung wegen Vergütungen 1838, Zeugenaussage Johann Pruggers als Adjutant Winterstellers 1837, Bittschrift an den Ausschusskongress wegen Auszahlung der Schützenkompanie Waidring 1840, Urgenz der Gemeindevorstehung wegen Gesuchs beim Landgericht 1839, Antwort des ständischen Ausschusskongresses wegen ausständiger Schützenlöhnung 1841.
Innsbrucker Zeitung 1809, Denkschriften, Aufrufe an die Stände, Abgeordnetenverzeichnis der ständischen Versammlung, Abschiedsbrief Hofers an seinen Bruder vom 20. Feber 1810, Bekanntmachung Andreas Hofers, Armeebefehle, Aufruf an die biederen Bewohner des Salzburger Gebirges, Aufrufe Chastellers an die Pinzgauer und an die Trentiner, Verteidigungsmaßnahmen Franz II.
Zwei Feldbriefe des Feldwebels Leonhard Millinger an seine Frau Katharina geborene Prantner und deren Antwortschreiben 1797, zwei Anforderungsschreiben von Standeslisten durch die Schützendeputation in Innsbruck 1809, Kopie über die Postulatshandlung des landschaftlichen Kongresses 1805.
Rundschreiben an die Gemeinde Waidring wegen Entschädigungszahlungen 1835, wegen Wiedereinführung der alten Landesverfassung 1816, Verzeichnis der 1816/17 empfangenen Sammelgelder für Verunglückte von 1809, Ausweis über die Gerichtsabgleichung 1810/1811, rückständige Schuldposten aus der Gerichtsabgleichung für das Urbar Waidring 1817, Dank des Gerichtes an die Gemeindevorstehung Waidring 1840, Standesliste über 32 Mann zur Johann Pruggerischen Kompanie 1809, Schuldposten genannter Viertel an das Urbar Waidring 1816.
Der Bestand erhält Schriftgut der Verwaltung, das in den 1940 eingeführten Ordnungs- resp. Ablagesystem ("Boorberg") nach Haupt- und Untergruppen abgelegt wurde. Wie auch in anderen Gemeinden sind hier Akten und Schriftstücke aus den Jahren vor der Einführung des Einheitsaktenplanes herausgezogen und übertragen worden, sodass sich dort auch Schriftgut befindet, das in die frühen 1930er Jahre zurückreicht. Erst mit der Einführung des revidierten Einheitsaktenplanes in der Verwaltung der Gemeinde Waidring (zwischen 1953 und 1954) wurde eine neue Ablage begonnen. Das bedeutet, dass Schriftgut ist bis etwa zu diesem Zeitraum mit lokalen Anpassungen nach dem EAP 1940 abgelegt. Die Ablagen weisen zeitlich tiefgehende Überlappungen auf! Die Einsichtnahme in andere Bestände und Teilbestände ist daher ratsam.
Gemeinde WaidringZwei Schreiben Roschmanns an Distriktskommandanten Stainer wegen Mannschaftsstärke, Anweisungen wegen Nachschubs an Major Stainer, Ablösung der Schwazer Kompanie am Hirschbichl durch Pinzgauer Schützen, Oberleutnant Rauchenbichls Verstärkungsanforderung, Aufruf des Pflegers Kaisermann an die Pinzgauer, Bedenken wegen Abbruchs der Brücke am Strohwall, Bitte an das Vorpostenkommando am Pass Strub um Munitionsnachschub nach Lofer, weitere Bitte um Munitionsnachschub an das Pfleggericht Lofer, Bitte um Hafer und Heu an das Vorpostenkommando, Rückbestätigung des Befehls von General Fenner, Nachschub aus Kirchdorf für Waidring und Pass Strub, Geldüberweisung vom Bergwerksamt Kitzbühel an die Bergleute am Pass Strub, Anerkennungsschreiben Roschmanns an das Distriktskommando zu Strub, Geldüberweisung des k.k. Landbauinspektors Volderauer für Schanzarbeiten am Pass Strub, Klage aus Lofer wegen restriktiver Wache, Bitte um Glockengeläute in Lofer an das Distriktskommando in Strub.
Tagungspunkte bei der ständischen Versammlung, Stellungnahme der Landschaft an das Gubemium 1805, Rückforderung der Bergarbeiter durch das Bergwesensdirektorat Schwaz 1809, Anforderung von sieben Bergarbeitern für das Hüttamt Brixlegg, Schreiben des Bürgermeisters von Kitzbühel an Josef Hechenberger am Pass Strub, Übersicht der gewählten Ständevertreter Tirols 1816, Ent-lassung der Bergarbeiter am Pass Strub gefordert, Empfangsbestätigung eines Aufrufs im Gericht Saalfelden 1809, Loyalitätsbezeugung der Viertelleute im Gericht Saalfelden 1800.
Theresianische Fassionen der Steuer vom Urbar Waidring. In diesem Kataster sind nur jene Grundsteuerpflichtigen erfasst, die vormals der erzbischöflichen Urbarverwaltung in Lofer angehörten. Erstmals werden die Grundholden des Erzstiftes Salzburg (Urbar Waidring) in die Steuerhoheit des Landgerichts Kitzbühel einbezogen. Beginnend mit der Kirche (Kat. Nr. 2271) dem Vikariatshaus (2272) folgen als Steuerpflichtige Kaspar Roth, Sebastian Krepper, Simon Weißleithner, Blasius Drinner, Georg Raß, Jakob Diechtler, Christian Reiher, Johann Eßreitter, Josef Auer, Michael Reiter, Andreas Kinpeuntner, Christian Schretter, Postmeister Josef Stainer, Andrä Reichsöllner, Barbara Stöckl, Johann Birchl, Johann Geißler, Matthias Rettenmoser, Nikolaus Massinger, Anna Pa-cher, Johann Pirchl, Christian Perzl, Christian Perger, Nikolaus Fischer, Bartlmä Heigenhauser, Johann Krepper, Kaspar Elelmpacher, Josef Granpacher, Josef Reichsöllner, Michael Zaß, Simon Winkler, Matthäus Köck, Maria Fiatscher, Müller Klemens Prantner, Schmied Johann Prantner, Maria Krepper, Krämer Thomas Briggl, Franz Kammerlander, Schuhmacher Philipp Pehamb, Thomas Brüggl, Müller Lorenz Pfanhauser, Rupert Widmoser, Martin Koller, Thomas Millauer und weitere 21 Gutsbesitzer.
Zwei Anlagen der Wustungssteuer im Werchat Unterwasser und Dorf Waid ring mit den Hofnamen und den Steuerleistungen.