In Kaltenbach, Mayrhofen, am Stummerberg und in Uderns bleiben Bürgermeister; Jubelstimmung in Kaltenbach, Mayrhofen, am Stummerberg und in Uderns:; Alle vier Bürgermeisterbleiben im Amt.; Klaus Gasteiger, Bürgermeister von Kaltenbach, ist hoch erfreut. „490 Stimmen (68,06%) fielen auf mich. Meine Liste konnte sogar ein Mandat dazugewinnen, ich danke der Bevölkerung für ihr Vertrauen“, erklärt Gasteiger gleich nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses. Somit hat er sich klar gegen Ing. Bernhard Kupfner (Tiroler VP) mit 230 Stimmen (31,94%) durchgesetzt. Eindeutig bestätigt wurde auch Günter Fankhauser in Mayrhofen. Er bekam 1206 Stimmen (63,37%), sein Kontrahent Franz Eberharter 697 Stimmen (36,63%). Auch am Stummerberg konnte Mag. Georg Danzl sein Dasein als Dorfchef eindeutig verlängern. Er erhielt 411 Stimmen (73,26%), sein Gegenkandidat Johann Schweinberger 150 Stimmen (26,74%). In Uderns erreichte Bürgermeister Friedl Hanser (SPÖ) 532 Stimmen (61,43%), sein Gegenkandidat Andreas Rainer schaffte 334 Stimmen (38,57%). Er erreichte mit seiner Liste „Zukunft Uderns“ fünf Mandate, Hanser mit der „SPÖ - Uderns“ sechs Mandate, und die „Gemeinsame Bürgerliste“ erreichte zwei Mandate.;
BezirksblätterAcht Dorfchefs im Bezirk kandidieren nicht mehr und können die Wahl entspannt von außen betrachten. Das klappt nicht überall.; „Keine Zeit, bin in einer Bauverhandlung!“ Der Finkenberger BM Mathias Eberl war gestern noch mitten im Alltagsstress eines Dorfchefs, als die TT anrief. Der 67-Jährige zählt zu jenen acht Bürgermeistern im Bezirk, die sich nicht mehr für die Wahl haben aufstellen lassen. In Finkenberg ist die Nachfolge bei nur einem Kandidaten (Andreas Kröll) schon jetzt geklärt. Ebenso in Strass, wo BM Klaus Knapp (73) das Szepter an seinen Listennachfolger VBM Karl Eberharter übergibt. Knapp hat sich für „seine Liste“ im Wahlkampf stark gemacht, freut sich aber auch, dass es eine zweite Liste gibt. „Das ist wichtig für die Demokratie.“; Ruhig, fair und sachpolitisch bezeichnen die scheidenden Bürgermeister Friedl Hanser (73, Uderns), Stefan Messmer (47, Achenkirch) und Max Wasserer (68, Bruck) den Wahlkampf in ihren Orten. In Uderns und Achenkirch gibt es zwei Bürgermeisterkandidaten, in Bruck drei. Wasserer hat in einem privat bezahlten Postwurf Abschied als Bürgermeister genommen und dabei auf seine Nachfolge-Liste verwiesen. Auch BM Messner machte sich für seinen Vize als künftigen Bürgermeister stark. Hanser hielt sich indes mit schriftlichen Empfehlungen zurück.; Am Stammtisch werde zwar laut diskutiert, „aber das ist normal und bis zum nächsten Stammtisch vergessen“, meint der scheidende Bürgermeister Alois Fasching (72) zum Wahlkampf in Stumm. Faschings SP-Liste hat sich aufgelöst, einige Mitstreiter scheinen auf der Liste von Fritz Brandner auf. Fasching gibt sich objektiv. „Die vier Kandidaten sind alles vernünftige Männer. Es liegt mir fern, ihnen Ratschläge zu geben“, sagt er. Wichtig sei, dass sie sich für die Allgemeinheit und nicht für persönliche Interessen einsetzten.; Fleißig am Wahlkämpfen ist in Mayrhofen BM Günter Fankhauser (60). Er kandidiert nicht mehr, ist aber auf seiner nun von Hans Jörg Moigg angeführten Liste auf dem letzten Platz zu finden. In Bürgermeisterbriefen hat er um Stimmen für „seinen“ Nachfolger geworben. Immerhin rittern drei Kandidaten und eine Kandidatin um sein Amt. Und Fankhauser will dort noch ein Jahr arbeiten, wo er 1992 aufhörte: Im Meldeamt.„Ich mische mich nicht mehr ein und gebe auch keine Wahlempfehlung ab“, sagt indes der scheidende BM Hermann Erler in Tux. Er spricht trotz drei Bürgermeisterkandidaten von einem „Wohlfühlwahlkampf im Vergleich zu vergangenen Zeiten“ und meint: „Möge der Beste gewinnen.“;
Tiroler Tageszeitung (richtig!)Einige Mitglieder des Gemeinderates testeten einen neuen Hybrid-Bus. Bürgermeister Günter Fankhausers erster Eindruck ist sehr gut.; Alleine im Winter sind in der Gemeinde Mayrhofen sieben Busse im Dauereinsatz. Neben viel Verkehr - auch das neue Verkehrskonzept ist derzeit in der Zillertaler Gemeinde ja ein heißes Thema - verursachen die Busse auch dementsprechenden Lärm und Emissionen.; Umso erfreuter zeigten sich vor Kurzem Vertreter des Gemeinderates, der Mayrhofner Bergbahnen und des Tourismusverbands über die Präsentation eines neuen Volvo-Hybridbusses. Unter anderem werden bei dem Bus beim Abwärtsfahren und beim Bremsen die Akkus aufgeladen. Die damit gewonnene Energie wiederum wird für den elektrischen Betrieb genützt.; Damit könnte vor allem der innerörtliche Verkehr wesentlich leiser und abgasärmer gestaltet werden. Hinzu kommt noch, dass die Batterien solcher Busse laufend aufgeladen werden können, wenn Starkstrom zur Verfügung steht. Und auch darüber hat man sich bereits Gedanken gemacht: Ladestationen wären etwa am Bahnhof, bei der Penkenbahn und bei der Ahornbahn machbar. Das Aufladen während der Haltepausen würde ausreichen, um innerörtlich rein elektrisch fahren zu können. Die Hybridbusse würden dann zu wirklichen Elektrobussen.; „Der erste Eindruck ist sehr gut“, zieht Bürgermeister Günter Fankhauser im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung Resümee. Er war vor allem von der Energierückgewinnung angetan. „Für einen Tourismusort wie Mayrhofen wären solche Hybridbusse natürlich ideal“, schwärmt Fankhauser. Allerdings müsse erst ein Unternehmer gefunden werden, der den Bus betreiben wolle. Ein Betrieb alleine im Winter wäre wirtschaftlich nicht machbar. „Wir könnten ja erst einmal mit vier Bussen anfangen“, zeigt sich Fankhauser trotzdem nicht abgeneigt.; In einem nächsten Schritt werden die Zillertaler Verkehrsbetriebe - welche die derzeitigen Buslinien betreiben - gemeinsam mit Volvo die Kosten des Betriebs in Mayrhofen berechnen und verschiedene Varianten für den Einsatz überlegen. Es gelte nun, die optimale Lösung zu erarbeiten und dann auf der Grundlage der Zahlen und Fakten weitere Entscheidungen zu treffen.; Apropos Fakten: Mit dem Hybridbus kann eine Kraftstoffersparnis von bis zu 35 Prozent erreicht und der Partikelausstoß um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Mit Plug-in-Technologie (Auflademöglichkeit an den Stationen) reduzieren sich Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen um bis zu 75 Prozent. Ebenso kann der Gesamtenergieverbrauch um 60 Prozent gesenkt werden.;
Tiroler Tageszeitung (richtig!)Die Gemeinden müssen jetzt 50 Prozent der Errichtungs- und Erhaltungskosten von sicheren Schrankenanlagen zahlen. Dagegen wehren sich auch in Tirol viele Orte. Für sie geht es um Millionen.; Für den österreichischen Gemeindeverband ist nun der Verfassungsgerichtshof am Zug. Dort soll festgestellt werden, ob die Verordnung zur Sicherung von Eisenbahnkreuzungen des Infrastukturministeriums rechtens ist. Für die Kommunen ist das so etwas wie ein letzter Strohhalm. Sie fürchten sich vor Kosten in Millionenhöhe. Auch in Tirol sind etliche Orte von der Verordnung betroffen.; „Wir müssen in den nächsten Jahren wohl 24 Eisenbahnkreuzungen mit einer Lichtzeichen- oder Schrankenanlage ausrüsten“, sagt Wolfgang Holub, Chef der Zillertalbahn (ZVB). Insgesamt neun Millionen Euro würde das alleine im Zillertal ausmachen. Kosten, die zwischen dem Bahnunternehmen und den Straßenerhaltern (Land oder Gemeinde) geteilt werden müssen - sofern keiner freiwillig mehr zahlen will. Und Freude hat keiner damit. „Dazu kommen dann noch die höheren Erhaltungskosten pro Jahr von rund 120.000 Euro für die Bahnbetreiber“, sagt Holub. Das sei weder für die Gemeinden im Budget unterzubringen, noch für die ZVB ohne Investitionsprogramm der Gebietskörperschaften zu stemmen.; Günther Fankhauser, Bürgermeister von Mayrhofen und Vizepräsident im Gemeindeverband, muss in seinem Ort ebenfalls Bahnübergänge sichern. Einige habe man schon gemacht. Andere stünden noch aus. „Dass da Kosten wieder auf die Gemeinde abgewälzt werden, wird sich aber nicht spielen. Hier ist das letzte Wort sicher noch nicht gesprochen.“ Viele Ortschefs kritisieren zudem, dass sie kein Mitspracherecht haben und einfach nur zahlen müssen. Auf einige Kommunen kommt so nicht nur ein finanzieller Kraftakt zu. Bei den beengten Platzverhältnissen entlang der Bahntrasse im Tal ist eine Sicherung oft noch aufwändiger.; Doch nicht nur im Zillertal gibt es das Problem. 1400 ungesicherte Übergänge sind österreichweit betroffen. In Tirol sind es knapp 100, alleine im Außerfern 66. „Das Ziel lautet, bis 2019 dort die Hälfte der 66 bestehenden Eisenbahnkreuzungen zu reduzieren“, sagt Rene Zumtobel, Sprecher der ÖBB. Zudem soll es künftig eben nur noch mit technischen Mitteln gesicherte Bahnübergänge geben. „Damit entfallen nach kompletter Umsetzung auch die von den Bürgern ungeliebten ‚Pfeifsignale’“. Seitens der ÖBB erklärt man, „im Einklang mit den Gemeinden nach praktikablen und finanzierbaren Lösungen zu suchen“. Es werde auch immer versucht, eng aneinandergereihte oder schwach frequentierte Bahnübergänge aufzulassen. Das spare Kosten.; Das Verkehrsministerium wies die Kritik des Gemeindebunds an der Eisenbahnkreuzungsverordnung bereits mehrfach zurück und spricht von einer „Reihe von Fehlinterpretationen“. In erster Linie gehe es um die Sicherheit.; Im Vorjahr starben in Österreich 15 Menschen bei Unfällen auf Eisenbahnkreuzungen, 32 wurden schwer und 50 leicht verletzt. In Tirol gab es im Zillertal mehrere Unfälle an Kreuzungen. Dank der verstärkten technischen Absicherung in den letzten Jahren sei die Zahl der Unfälle bereits deutlich zurückgegangen, rechnet das Ministerium zusätzlich vor. 2007 waren es noch 191 Kollisionen mit 31 Toten und 91 Verletzten.; Der Gemeindebund will in einem weiteren Verfahren die allenfalls bestehenden Kostenübertragungspflichten geltend machen. Zuerst müsse noch die vor vier Wochen eingebrachte Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof abgewartet werden.; Sichere Bahnübergänge; Die Verordnung: Bei der EKVO neu (seit September 2012) geht es vor allem um drei wichtige Punkte: 1. Die bestehenden Kreuzungen werden auf den neu gültigen Sichtwinkel und die Hörbarkeit von Zugsignalen überprüft. 2. Die Fußgänger bekommen mehr Zeit zum Überqueren der EK, dadurch müssen Sperrzeiten bzw. Annäherungszeiten der Züge angepasst werden. 3. Viele der Bahnkreuzungen, die durch Stopptafel und/ oder Andreaskreuz gesichert sind, müssen eine neue und höhere Sicherung bekommen. Nach wie vor besteht die Möglichkeit, dass eine Kreuzung auch ohne technische Sicherung in Betrieb bleibt. Und zwar dann, wenn der Sichtraum, die Annäherung der Züge und die Hörbarkeit der Zugsignale (bei reduzierten km/h) der neuen EKVO entsprechen. Die Kosten von gesicherten Anlagen sind enorm. Zwischen 200.000 und 250.000 Euro kostet ein derartiges Projekt.; Viel passiert: In Tirol blieb man in den letzten beiden Jahren entlang von ÖBB-Strecken von Zusammenstößen Zug/Pkw verschont. Im Zillertal gab es mehrere Zusammenstöße, die allerdings nicht unbedingt alle mit einer Sicherungsanlage zusammenhingen.;
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