Markus Bair entschloss sich kurzfristig zur BM-Kandidatur. Im Gegensatz zu den drei Mitbewerbern ist er Polit-Neuling. ; Das war knapp: Um 16.25 Uhr wurde Freitag ein¬e vierte Liste mit einem vierten Bürgermeisterkandidaten im Mayrhofner Gemeindeamt eingereicht. Für „Unser Mayrhofen“ geht jetzt statt Roman Eberharter der Polit-Neuling Markus Bair im Kampf um den Bürgermeistersessel ins Rennen. Der 45-Jährige ist Besitzer von Trendsportgeschäften und wird diesen Donnerstag, 11. Februar, um 19.30 Uhr beim TT-Wahlforum im Europahaus mit auf dem Podium sitzen. Dort stellen sich auch die weiteren BM-Kandidaten Hans Jörg Moigg, Franz Eberharter und Monika Wechselberger den Fragen von Moderator TT-Lokalchef Manfred Mitterwachauer und jenen des Publikums. Einer, der der Wahl gelassen entgegensieht, ist der amtierende Bürgermeister Günter Fankhauser. „Ich habe mein Ziel erreicht, mit 24 Jahren jener Bürgermeister von Mayrhofen zu sein, der am längsten im Amt ist“, sagt Fankhauser, der am 7. März seinen 61. Geburtstag feiert. Da er frühestens mit 62 in Pension gehen kann, will er bis dahin als Meldeamtsleiter in der Gemeinde tätig bleiben. „Meine Aufgaben als Vizepräsident des Tiroler Gemeindeverbands und Vorstand des Österreichischen Gemeindeverbundes habe ich ehrenamtlich ausgeführt“, erklärt er. Auch diese Ämter will er bei den dort anstehenden Neuwahlen beenden.; Was ihm für die Zukunft Mayrhofens am meisten am Herzen liegt, ist die Unterflurtrasse. „Man sollte schauen, dass dieser Bau dem Bahnhofsbau vorgezogen wird“, sagt er. Diese Meinung vertreten Moigg, Eberharter und Wechselberger ebenfalls. Sie alle wollen auch beruflich zurückstecken, um für Mayrhofen da zu sein. Eberharter verweist auf die erfolgte Betriebsübergabe an seinen Sohn, Moigg auf funktionierende Strukturen in seinem Großbetrieb. Und Wechselberger will ihre Lehrtätigkeit stark einschränken.;
Senza titoloBeim heutigen TT-Wahlforum im Europahaus nehmen die vier Bürgermeisterkandidaten Stellung zu brennenden Themen im Ort.; Gut Ding braucht Weile im Gemeindeamt Mayrhofen. Das war beim Europahaus und dem Verkehrskonzept für die Penkenbahn so, auch die Standortfrage für das Altenheim nahm viele Jahre in Anspruch. Und während zwischenzeitlich diverse Hotelzubauten, Personalhäuser und Wohnanlagen bauverhandelt und rasch errichtet wurden, sind schon neun Jahre ins Land gezogen, in denen sich der Gemeinderat mit einem sozialen Wohnbauprojekt an der Zillerlände beschäftigt. Vor zwei Jahren wurde der Kaufvertrag mit der Tiwag endlich besiegelt, doch vom leistbaren Wohnraum dort ist noch immer nichts zu sehen.; Immerhin läuft seit einigen Wochen ein Bauträgerwettbewerb und heute sollen Modelle von vier Wohnbauträgern präsentiert werden - rechtzeitig vor den Gemeinderatswahlen. Wann jedoch die nötigen Geldmittel für den neuen Bahnhof der Zillertalbahn beisammen sein werden und die nötigen Grundstücksverhandlungen, die die Gemeinde seit Jahren zu führen angibt, endlich abgeschlossen sind, steht noch in den Sternen.; Genauso steht in den Sternen, wer künftig in Mayrhofen die politische Führung übernehmen wird - allerdings wird diese Frage in den nächsten Wochen beantwortet. Anlässlich der am 28. Februar stattfindenden Gemeinderatswahlen veranstaltet die TT heute in Zusammenarbeit mit dem Europahaus ein TT-Wahlforum. Ab 19.30 Uhr stehen die vier Kandidaten, die in die Fußstapfen von Langzeit-Bürgermeister Günter Fankhauser treten wollen, TT-Lokalchef Manfred Mitterwachauer Rede und Antwort. Gemeindevorstand Hans-Jörg Moigg will den bisherigen Kurs fortsetzen. „Wir haben in dieser Periode alle Themen sauber aufgearbeitet“, sagt er. Gemeindevorstand Franz Eberharter will indes die Protokollschlachten im Gemeinderat beenden und mehr Raum für Diskussion bieten. Für mehr Transparenz, Bürgerbeteiligung und Gleichbehandlung will sich die kritische Gemeindevorständin Monika Wechselberger einsetzen. Und Polit-Newcomer Markus Bair will den touristischen Pioniergeist wieder ankurbeln.;
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