Inventur nach Hermengiid Tödtl, Pfarrmesner in Obermarkt zu Imst. Im Beisein des großjährigen Sohnes Kajetan Tödtl und der übrigen 9 erblichen Kinder und der Witwe Anna Maria Schatz wird die Inventur vorgenommen: Bargeld ist keines vorhanden. Das Mobiliar in der Stube, in der Küche, in der Hauskammer und in der hinteren Hauskammer, in der Kammer unter dem Dach und im Keller sowie im Stadel ist nur von geringem Wert. An Futtervorräten sind 11 Klafter Grumet zu 66 Gulden 12 Zentner Stroh zu 6 Gulden 18 Streichmaß Türken zu 18 Gulden vorhanden. Im Stall sind 4 Kühe zu je 18 Gulden 1 Kalbele zu 14 Gulden 2 Schafe zu 1 Gulden 30 kr, 1 Schwein zu 10 Gulden vorhanden. Das gesamte lebende und tote Inventar wird daher mit 245 Gulden 38 kr bewertet. Siegler: Josef Anton Ebner, Landrichter zu Imst
Jörg Pach, Spitalmeister und die Gemeinde zu Imst bestellen mit Zustimmung des Jakob Tasch, Pfarrer daselbst, den Hans Heis als Hauspfleger des Spitals mitsamt seiner Frau und Mutter und vereinbaren die dauernde Einpfründung der drei Personen sowie eventuell aus der Ehe erwachsenden Kinder. Siegler: Hans von Buch, Landrichter und Lienhart Haidenreich dzt. Bergrichter zu Imst (Umbst) Zeugen: Bastion Lewolf, Meister Lienhard, Sägeschmid, Kri stan Pader von Tarren(t)z, Thoman Prüll von Roppen, Sigmund und Walter Sailler und Hans Schad von Karrösten (Kerrösten)
Andrä Jakob, Erzbischof zu Salzburg, verleiht dem Christian Krimbacher 6 !4 Rindergräser auf der Alpe Westerachen im Spertner Viertl, welche aus dem Beutellehen des Erzstiftes stammen. Siegler: Der Aussteller mit Unterschrift
Armenrechnungen über alle Einnamen und Ausgaben beim Armeninstitut der Pfarrgemeinde Kirchdorf, jeweils vom 1. Nov. bis 31. Okt. des Folgejahres. Das Kapital von 1395 Gulden wird mit 5 % verzinst. Zum Hauptvermögen gehört das Spital und Abnährungshaus der Viertelgemeinde. Insgesamt ergeben die Zinserträge 68 Gulden die Spenden 91 Gulden die Wustungssteuer 538 Gulden und andere Einnahmen 213 Gulden Die Lebensmittel für die jährliche Armenverpflegung von 14 Personen (davon 3 aus St. Johann) belaufen sich auf 339 Gulden Kleidung erhalten Veit Kaiser, Holz Sebastian Schreder. Der Lohn der Köchin wird mit 12 Gulden verbucht. Armenunterstützung von meist 15 Gulden erhalten 25 Personen, dazu kommen noch einmalige Hilfsgelder für 19 Arme im Gesamtbetrag von 208 Gulden und 7 Gulden Medikamentenkosten. Für Stefan Unterrainer im Irrenhaus Hall fallen 11 Gulden an. Insgesamt betragen die Ausgaben über 1000 Gulden
Drei Armenrechnungen mit allen Einnamen und Ausgaben bei dem Armeninstitut der Viertlsgemeinde Küssen, innerhalb und außerhalb des Spitals.
Kolorierte Ansicht (Mappa) der Wald-und Weidegebiete, welche zwischen Rattenberg und Radfeld einerseits und zwischen Kundl und Kiesfeld anderseits wegen strittiger Grenzen den Antembach, Potingwiesen und Potingstein, St. Leonhard, Niederaich, das Puechenluech sowie Retenbäch, Pagarten, die Tränk und numerierten Marksteine samt Pollingbach-Revier darstellt. Diese Karte dient im Streit gegen die Radfelder Nachbarn und Lehensassen zu Rattenberg als Beilage zum Kommissionsspruch des Grafen Ciriac Trojer vom 27. März 1656 samt Kammererläuterung vom 18. Juni 1665. Siegler: Johann Jakob Wagner, Kommissar
Vor Johann Anton Eisanckh, Landrichter der Herrschaft Lienz, wurden die Beklagten Ruprecht Fercher auf Leibnig, Lukas Taller und Hans Oberstainer am 27. Nov. 1706 und am 16. Juni 1708 vom Waldmeisteramt abgewiesen, das Stockrecht im Leibniger Wald zu beanspruchen. Daher haben Beklagte die Gerichtskosten zu tragen. Sie ersuchen das Gericht um Verlängerung des Termins. Unter Protest der Kläger (Gwabl) wird ihnen ein Aufschub von sechs Wochen und drei Tag gewährt. Siegler: Johann Anton Eisanckh von Marienfels, Landrichter der Herr schaft Lienz
Im Instanzenprozeß der Nachbarschaften Thurn, Praperni(t)zen und Oberdorf gegen Blasius Taler und Lorenz Moser an der Praperni(t)zen kommt es trotz der neuen von Thurn vorgelegten Sachverhalte zu keiner Revision. Nach Einsicht der Akten wird durch Hans Freiherr zu Wolkenstein als 2. Instanz befunden, daß durch das Erstgericht wohl geurteilt wurde, weshalb es bei dem ergangenen Gerichteabschied zu verbleiben habe. Der Nachbarschaft Thurn sind die gegen Thaler ergangenen Urteile zu übermitteln und die ausständige Steuer von 105 Gulden ist zu entrichten. Liebburg, den 4. Aug. 1627 Siegler; Heinrich Gasteiger Zeugen: Balthasar Goldwurmb, Gerichtsschreiber, Mathes Gaßmair, Feldwebel in Unterpustertal und Jeremias Weiß, Bürger zu Lienz
Die Nachbarschaft Mitt(e)ldorf, Gericht Virgen und die Nachbarschaft auf Zedlach einigen sich gerichtlich wegen einer Weide vom Zedlacher Marter unter der Kirchund Landstraße heraus im Ruggental. Die Weide unter der Kirche und Landstraße bis zur Isel soll innerhalb genannter Neuvermarkung den Mitt(e)ldorfern ohne Widerspruch der Zedlacher zustehen. Die Zedlacher sollen mit ihren Ziegen den Durchtrieb über das Burgstallegg benützen. Das Laubhacken soll beiden wie vorher gestattet sein. Ebenso ist der Amthof zu Windischmatrei dazu berechtigt. Da Alex und Hans am Mitteldorf (Mitterdorf) dagegen protestieren, sollen ihre vermeintlichen Rechte unwidersprochen bleiben. Die Einhaltung geloben für Mitteldorf Thomas Lanng, Marx Rotschopf, Bartlmä Wurnig, Gilg Grader, Peter Grader, Ruprecht Lanng und Christoph Freihueber; für Zedlach Stefan Jesster, Blasius Ruggenthaler, Kaspar Gasser, Sigmund Ruggenthaler, Kaspar Widmer, Kaspar Egger und Mathes Jester. Siegler: Sebastian Mayr, Pfleger, Wolf Adam Lasser, Amtmann, beide zu Windischmatrei, und Georg Hebenstreit, Pfleger in Virgen Zeugen: Lorenz Feistrizer, Marktrichter, Sebastian Feld usw.
Schadensersatz für den Schaden im Niedergallmiggerwald
Christian Gramayser im Obern Lechtal und seine Ehefrau Barbara verkaufen dem Hans Portner, Dorfvogt zu Zams, als Bevollmächtigter des Dingstuhls zu Zams, das Bau- und Lehenrecht der Behausung, Hofmark, Stück und Güter in Madau, den Röthof im Röttal (Röet) genannt, welche sie von der Nachbarschaft zu Lehen innehatten, um 175 Gulden Siegler: Thomas Schweitzer, Richter zu Landeck Zeugen der Siegelbitte: Hans Weißkopf im Stanzertal, Heys Sigeli von Gand (Gannt), Michel Tönig von Paznaun (Batznaun), Tschannli Pockh und Maili Ott von Tobadill (Dabendill)
13 Material-Rechnungen über Produktion und Verkauf von den Jahren 1754, 1755, 1756, 1767, 1769, 1770, 1771, 1772, 1773, 1776, 1777, 1781, 1782.