Kaufvertrag mit Serfaus
Vor geistlicher und weltlicher Obrigkeit bringt die Gemeinde Zams namens des Pfarrmesneramtcs ihren Anspruch auf eine Mahd in der Oberpatscheid, 7 Mannmahd groß, vor, welche laut Mesnerinstruktion von 1662, 1707 und 1733 dem Mesneramt zugehört, jedoch von Maria Gitterle, Zircherische Witwe, beansprucht wird. Sie solle diese Mahd wieder zurückstellen, falls sie den Kauf nicht nachweisen oder ihr Eigentum nicht ausreichend belegen kann. Nach vorgenommenem Augenschein beharrt sie auf ihrem langjährigen Besitz, weshalb ein gütlicher Vergleich vereinbart wird. Durch einbrechendes Wasser wurde die Größe des Grundes vermindert und ist daher strittig. Wegen des geringen Wertes wird ihr der Grund zugesprochen. Dafür soll sie zum neuen Glockengebäude 12 Gulden 30 kr bar bezahlen und als eine Art Stiftung und Guttat einbringen, was die Vergleichspartner dem Pfleger geloben: für Maria Gitterle ihr Sohn Josef Zircher und der Anweiser Johann Zanngerl und für die Gemeinde der Dorfvogt Matthias Greil, im Beisein des Anwalts von Zams Josef Holer.
Erhebungen zu den Wasserverwüstungen im Brixental, Rechnung über die Archenbaukosten beim Ramstättergut, Schätzungsprotokoll nach Augenschein durch Gemeindevorsteher Josef Fuchs nach den Elementarschäden vom 28729. Juli 1840, Namensverzeichnisse der Geschädigten, nachträgliche Schätzungen nach der Überschwemmung vom 20721. Aug., weitere tabellarische Schadenserhebungen in den Gemeinden Hopfgarten, Itter, Westendorf, Kirchberg und Brixen; Verteilungsausweise über die eingegangenen milden Beiträge; Behördenschriftgut und gesammelte Rechnungen, Quittungen, Protokolle über die Wiederherstellung der Archen, Straßen und Gerinne.
Verzeichnis der 41 Fratschler, 6 Brauereien und 32 Wirte des Landerichtes Kitzbühel. Um 1826 gibt es sechs Fratschler im Jochberger Viertel, nämlich Jäger Stöger, Mößner in Aurach, Hechenmoßer, Bei der Bitten, Jodelbichel und Bei der Wacht. Der Extrakt der Steuerfassionen weist für das Viertel St. Johann vier reale Wirtsgerechtigkeiten aus. - Die Weinwirte des Gerichtes Kitzbühel richten an den Kreishauptmann eine Petition wegen der unverhältnismäßigen Belastungen. Im Vergleich zu anderen Gerichten ist das Umgeld vom Wein doppelt zu entrichten. Zudem schade die Befugnis des Kochens warmer Speisen in Bierschenken der ehemaligen Wirtsgerechtsame. Die Besteuerung sei wegen des hoch angesetzten Grundwertes zu hoch. Bei der Konkurrenz von 81 Weinschenken in einem Gerichtsbezirk sei der Ruin vieler Familien zu befürchten, zumal es zu viele Bierschenken mit verdächtigem Gesindel gebe. In einem weiteren Schreiben richtet man sich gegen die Zunahme der Bierwirte, die auch die Befugnis der Weinschank haben. 2 Papier Konzepte und 2 Abschr.
Schreiben des Pflegers zu Ehmberg an den Augsburger Pflegsverwalter zu Sonthoven und Großnesslwang wegen der kaiserlichen Privilegien zu einem Jahrmarkt im Bogen in der Pfarre Tannheimb. Angeblich wurden von fremden und ausländischen Händlern Vieh aus den Almen außerhalb des Bogens entlang der Wege zum Verkauf angeboten, ohne dafür das Marktstandgeld bezahlt zu haben. Dieser Mißbrauch und Betrug zum Schaden der Herrschaft und zum Nachteil der Tannheimer, welche das Standgeld verlieren, wird nach der neuen Marktordnung ausdrücklich untersagt. Alles außerhalb des Bogens angetroffene Vieh wird zur fraglichen Zeit als Marktvieh angesehen.
Das Kreisamt Schwaz übersendet abschriftlich die Konsistorialnote an die Gemeinde, um sich zur Verbesserung der Kongrua des Kuraten Alois Prem zu äußern. Zwar verbiete der Stiftsbrief eine ständige Unterhaltszulage, doch könne in Zeiten der Teuerung aus dem Stiftungsüberschuß eine zeitliche Zulage erfolgen. Das Stammkapital habe sich in 20 Jahren von 6094 auf 6945 fl erhöht, was einen jährlichen Gewinn von ca. 50 fl ergebe. Das Konsistorium empfiehlt der Gemeinde, dem nicht gut dotierten Kuraten aus dem Oberschuß eine Zulage zu gewähren, da ein dritter Priester bei dem immer mehr drückenden Priestermangel mit Dank anzuerkennen sei.
Dölsach: Goldene Hochzeit von Lois und Anna Fasching vlg. Tscharnidling, Gödnach Nr. 8; Lois ist langjähriger Schützenhauptmann der Franz von Defregger Schützenkompanie. Anna war langjährig Solosopranistin des Kirchenchors (z.B. bei Mozartmessen);
Mair, FranzMatthias Rüepler am Lagnig, Gericht Windischmatrei, quittiert seinen Brüdern Georg, Josef und Jakob Rüepler in der Seinizen, daß das Erbe seiner Eltern nach Stephan Rüepler oder Perger und Katharina geborene Unterrainer bar entrichtet wurde, um damit das Lasserische Güetl am Lagnig samt Fahrnissen zu kaufen. Er verzichtet daher auf alle weiteren Forderungen an seine Brüder. Siegler: Wolf Lasser zu Zollheim, Pfleger Zeugen: Dominikus Donatus Forstlechner, Bergrichter und Johann Wolfgang Jud, Schreiber
Schreiben des Rentamtes bezüglich der Steuereintreibung für 1809.
Georg Phafflarer, Bürger und Mesner zu Imst, ver spricht dem Oswald Pruner als Spitalmeister daselbst für schuldige 20 Gulden eine Verzinsung von 3% jährlich und verweist ihn auf benannte Grundstücke als Pfand. Siegler: Erhard(t( Schidenhofer, Pflegsverwalter von Imst Zeugen: Christoph Weiss, Jeremias Holer, Bürgermeister, Hans Climer, Baumeister, Veit Tenig und Hans Jais, Bürger zu Imst