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Date(s)
- 2013-02-04 (Publication)
- 2013-02 (Creation)
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digital, Seite 6
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Die Tiroler Tageszeitung (TT) ist die reichweitenstärkste Tageszeitung im Bundesland Tirol. Sie erscheint sechsmal wöchentlich mit acht lokalen Ausgaben: Schwaz, Reutte, Osttirol, Landeck, Kitzbühel, Kufstein, Imst und Innsbruck.
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Scope and content
Die vielen Bahnkreuzungen im Ortskern sorgen für Probleme. Derzeit werden Verkehrsströme analysiert. Auch einen Lösungsvorschlag gibt es.; Kirchturmdenken ist beim Lösen von Verkehrsproblemen fehl am Platz. Das haben die Verantwortlichen der Gemeinden, der Tourismusverbände und der Bergbahnen im hinteren Zillertal erkannt.; Nach Mayrhofen haben sie auch in Tux und Zell den Verkehrsexperten und ehemaligen Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Tirol, Georg Fuchshuber, damit beauftragt, Erhebungen über die Verkehrsflüsse in ihren Orten zu machen, um basierend auf diesen Grundlagen Verbesserungen anzugehen.; In Zell bereiten die zahlreichen Bahnkreuzungen mitten im Ortskern mit steigendem Verkehrsaufkommen zunehmend Probleme. Während Infrastruktureinrichtungen wie Gemeindeamt, Freizeitzentrum, Gericht und Schulen westlich der Gleise liegen, befinden sich östlich davon viele Wohnhäuser. Zudem wird der Verkehr Richtung Zellberg bzw. Laimach und Aschau auf eine westlich der Gleise gelegenen Brücke im Ortskern kanalisiert.; Georg Fuchshubers Ideen, wie man das Verkehrsproblem entschärfen könnte, machten in Zell schnell die Runde. Sie beinhalten eine schon länger diskutierte neue „Spange Zellberg“ mit einer Bahnunterführung im Umfeld des Sparmarktes und einer zusätzlichen Zillerbrücke. Weiters würde die Fußgängerbrücke beim Freizeitzentrum zur Verkehrsbrücke und die Verkehrsbrücke im Ortzentrum zur Fußgängerbrücke werden. „Durch den Funktionstausch wäre der Ortskern entlastet und eine Fußgängerzone möglich“, erklärt Fuchshuber auf Anfrage der TT und verweist auf die großen Parkplätze zwischen beiden Brücken.; Dass Fuchshubers Ideen in Zell bereits diskutiert werden, ist Bürgermeister Robert Pramstrahler alles andere als recht. „Wir haben Fuchshuber nicht engangiert, um Projekte, sondern um Verkehrserhebungen zu machen“, sagt er. „Wir werden im Anschluss einen Verkehrsplaner engagieren und das Thema gemeinsam mit der Bevölkerung diskutieren“, betont er. Zu Fuchshubers Idee will er sich nicht äußern. Wohl nicht zuletzt deshalb, weil Anrainer und Grundbesitzer gerade in Verkehrsfragen sehr sensibel reagieren.; Franz Kranebitter, Geschäftsführer der Zeller Bergbahnen, hat kein Problem, seine Meinung zu äußern. Er spricht von einem „visionären Projekt“ und sagt: „Es ist gut, dass jemand die Sache in die Hand nimmt und Vorschläge bringt. Ob sie realisierbar sind, ist natürlich eine andere Frage.“ Zudem sei es wichtig, die Zillertalbahn zu einem funktionierenden Verkehrsmittel zu machen. Darin liege großes Potenzial. Bekanntlich gibt es Überlegungen, die Zillertalbahn ab Aschau Richtung Rohrberg umzulenken und so die Karspitzbahn (Zubringer zur Zillertal Arena) anzubinden.;