Bei der Sammlung handelt es sich um das Ergebnis eines mehrjährigen Projekts des Sportwissenschaftlers Dr. Karl Graf, mit dem Ziel alle unnatürlichen Sterbefälle in Tirol, insofern sie in der Tagespresse und den Kirchenbüchern Erwähnung fanden, zu verzeichnen. Jeder Sterbefall wurde als eigene Verzeichnungseinheit erfasst und mit der betreffende Belegstelle verzeichnet.
Senza titoloAlter: 63; Waldaufseher aus Rum. Wurde bei Schlägerungsarbeiten beim Rechenhof von einem fallenden Baumstamm getroffen und tödlich verletzt.
Alter: 22; Verkäufer aus Rum. Wurde in schwerverletztem Zustand neben der Hallerstraße aufgefunden. Starb einen Tag später im Spital. Untersuchungen ergaben, dass ein Auto den Unfall verursacht haben muss, wobei der Lenker allerdings Fahrerflucht beging. Als Täter wurde ein französischer Besatzungssoldat vermutet. Wurde von der französischen Militärpolizei verhaftet. Verhandlung vor dem französischen Militärgericht gegen den Soldaten Jean Thomas (22 Jahre) am 23.11.1951. Opfer fuhr mit dem Fahrrad Richtung Rum, als er von hinten vom Auto des Soldaten erfasst wurde. Flog 15m durch die Luft und verletzte sich tödlich. Der Soldat legte das Opfer auf die Straßenbahnschienen, um einen Bahnunfall vorzutäuschen. Letzteres konnte dem Soldaten nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden, daher milderes Urteil: 6 Monate Gefängnis.
Alter: 44; Der Lenker eines Traktors fuhr mit zu hoher Geschwindigkeit von Seefeld in Tirol Richtung Leutasch. An einer abschüssigen Stelle vor dem Zielort kippte der Traktor um und die beiden Mitfahrer gerieten unter das Fahrzeug. Witting starb noch am Unfallort, Kleißl nach ein paar Stunden im Innsbrucker Krankenhaus.
Alter: [unklar]; Mehrere Paddler aus Bayern starteten eine Fahrt von Landeck aus, den Inn abwärts. Bei der Einmündung der Ötztaler Ache kenterte das Boot des Münchners. Seine Leiche konnte nicht geborgen werden.