Die Tracht ist ein Jahrhunderte altes Kulturgut und erfüllt viele Funktionen. Sie ist Ausdruck von Lebenssituationen und kultureller Zugehörigkeit, sie ist ein identitäts- und gemeinschaftsstiftendes Element und sie ist ein wichtiger Teil unserer Kulturlandschaft. Tracht ist Tradition aber auch Erneuerung und hat immer wieder Geschichte mit Moderne verbunden. Die Vielfalt und Gleichwertigkeit macht sie kostbar und unverwechselbar.
(aus dem Eröffnungsvortrag von der Tiroler Volkskundlerin Dr.in Angelika Neuner-Rizzoli)
Trachten sind Jahrhunderte altes Kulturgut und erfüllten wie auch jede andere Kleidung viele Funktionen. So heißt ein altes Sprichwort: "Kleider machen Leute." Als Ausdruck von Lebenssituation, kultureller Identität und Zugehörigkeit waren sie über die Jahrhunderte durch historische, politische und soziale Entwicklungen einem steten Wandel ausgesetzt.
Sans titreAls Lienzer Talboden bezeichnet man eine Senke zwischen dem Kärntner Tor und Schloss Bruck. Hier findet soch eine bunte Vielfalt im Farspiel der Trachtenschürzen und -oberteile. Die Röcke, "Kittel", der Trachten sind relativ schlicht und meist schwarz, wobei die historischen Gewänder oft karierte, farbige Lodenkittel aufweisen. Die Schürzen, weniger zum Schutz des Kittels als zum Aufputz der Tracht gedacht, bieten was Materialien und Farben angeht eine große Vielfalt: Von glatt changierenden Seiden über Blumenmuster bis hin zu großkarierten Taft- und Satinweben.
Sans titreOberlienz, Lienzer Trachten, Herrenmantel, Bäurische Gewänder nach 1940
Sans titreDie Wiederbelebung der Nussdorf-Debanter Tracht ist der Initiative einiger kulturaffinen Frauen zu verdanken.
Sans titreVorderes Iseltal, Iseltaler Trachten, Bäurische Gewänder
Sans titreferderkielgestickte Ranzen und Taschen, zum Teil 200 Jahre alt
Sans titreMatrei, Tracht der Jungfrauträgerinnen und Alt-Matreier Frauentracht
Sans titreHeilige Nothburga, Schutzpatronin der Dienstmägde, der Landwirtschaft und Patronin des Feierabends. Wurde bis 1920 bei den Prozessionen in Matrei getragen
Sans titreHeilige Nothburga, Schutzpatronin der Dienstmägde, der Landwirtschaft und Patronin des Feierabends. Das historische Gewand ist erstaunlich gut erhalten, es besteht aus mehreren Schichten. Laut Tiroler Volkskundemuseum stammt die Skulptur aus dem Jahr 1740, das Gewand von 1840. Bemerkenswert sind die Accessoires: Seidenbänder, die wundersame Sichel und dazu zwei Schlüssel.
Sans titrePrägraten, Tracht der Volkstanzgruppe, Bäurisches Gewand vor 1920, lange Prägratner Jacke, Iseltaler Kindertracht
Sans titreMatrei, Lodenanzug, Bäurisches Gewand, Tracht der Sophie Presslaber, 19. Jhdt. Albanus Tracht oder Burger Joppe
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