Revers Hannsen des Deinlers Sohn um den Perfallhof auf dem Flaurlingerberg. gegeb. am nächsten Tag vor St. Veitstag. 1405.
Revers Heinrichen Schnizers um den Schweighof auf dem Flaurlingerberg. dat. am St. Getraudentag. 1485.
1 Ich Hainrich Schnitzer und Ich Barbara sein eliche Hawsfraw Bekennen fur unns und unnser baider Erben. Daz wir von dem Erwirdigen in got vater und H[e]rr
2 Her Bernnhart Abbt und dem Convent ze Stams Ir aigen gůt gelegen auf Flawrlinger perg genant der Swaighof den vormals hanns Walther von Flaurlingen von In
3 zu Lehen Inngehabt hat. zu ainem ewigen Zinslehen zu unnsern rechten bestannden haben, und besteen auch wissenlich in Kraft des briefs fur ain ledigs unbekumerts gut
4 mit allen seinen rechten und Zugehörungen, erpawen und unerpawen, besuchten und un-besuchten so dann von recht und guter gewonhait dartzu gehorn und mit allem dem
5 daz Sy unns daran verlyhen sullen und mugen in aller mass wie es dann yetzund und hinfür aller pest kraft und macht haben mag und sol nach dem landsrechten
6 der Grafschaft Tirol. Also daz wir unnd unnser erben dasselb gut innhaben nutzen niessen und selbs personlich besitzen, und es zu aller zeit mit zymbern dekhen zewnen
7 und allen andern sachen alsost dann notturftig wirdt an Ir hilf und schaden in gutem paw und ern haben sullen, Und in irn nachkomen und Gotzhaus davon irlich und
8 ewigklich Newn phundt perner guter Meraner munß zu rechter Zinszeit, und nach Zinsrecht an allen abgang Zinsen und antwurten, und darzu an Irn schaden und
9 regelmass andern gewenlichen vorderrungen, ob die darauf wärn gewertig sein. Wir sullen auch das obgenant gut an irn guten willen nit tayln noch des vil noch
10 wenig weder auff iar noch auff ewigkait verkauffen versetzen verwechsln hinlassen noch verschaffen. Wolten wir aber ymmer furan unnser pawrecht verkauffen
11 so sullen wir die Sy nach Lanndsrecht des ersten anpietten und nachner dann anders yemander ze kauffen geben. Wolten Sy aber nit kauffen, so mugen wir dieselben
12 darnach andern, die in nach Landsrecht zu pauleuten fuglich sein, ze kauffen geben. Doch in an irn rechten unvergriffenlich. War aber das dem obgenanten gut von
13 prunst oder annder Sachen wegen, dhainerlay schad widerfuer, oder daz wir es paulos machten, so sullen wir das doch darumb noch sunst von muttwillens wegen wider
14 iren willen nit auffgeben, sunder es zu aller Zeit an iren schaden widerpringen. War auch das wir mit Iren gutem willen, oder von schuld wegen, darumb wir dann pillich
15 zuverstossen wärn, davon sten wolten oder müesten. Hietten wir dann (n)icht daran gepessert, als wir auch tun sullen, das warn Sy unns nicht gepunden zu widerkern
16 Sunder sy möchten dann dasselb gůt besetzen mit wem sy wolten an unnser und menigklichs von unnsern wegen irrung und widerred. Sy sullen und wellen auch umb
17 daz obgenant gůt, ob es unns von Iren als von der aigenschaft wegen zu krieg getan wurde unnser gewern sein. doch nach dem obgenanten Landsrechten Ungevarlich
18 Mit urkundt ditz Briefs, den wir In geben mit des Erbern beschaiden Cristan Schmids von Wintfang aigen anhanngendem Insigl durch unnser vleissigen pettwegen ver-
19 sigelten, doch Im wird sein Erben ain schaden. Derselben pette sind gezeugen die Erbern Pauls Tenngler von Metz Cristan Scheyring wirt ze Stams, Hanns Vorster von Wintfang
20 und mer Erberleut. Beschehen im Jar als man zalt nach Cristi unnsers lieben H[e]rn geburd Tausend Vierhunder und darnach Im Funffundachtzigisten Jarn an sanndt Gerdrauttn
21 der heiligen Junkhfrawen tag.
Revers Peter Grill des Vinaders Hofes auf dem Flaurlingerberg, welchen er für Erblehen von dem Kloster empfangen. gegeb. ut supra.
Abt Georg verleiht dem Heinrich Küchlin und seiner Hausfrau das Gut zu Flaurlingen. gegeb. am St. Maria Magdalenentag. 1441.
Revers von Dorothea, Zächleins Tochter, um ein Kammerland aus dem obern Mayrhof zu Flaurlingen. gegeb. am h. Kreuztag, als es erfunden war. 1426.
Revers von Hannsen Walcher von Flaurlingen um den Mayrhof zu Flaurlingen. dat. am St. Thomastag. 1468.
Ulrich v. Leiblfing mit seiner Hausfrau schenkt dem Kloster Stams seinen Weingarten zu Mais und ein Gütlein auf Flaurlingerberg. so geschehen 1312 am St. Gallentag. (gestrichen)
Senza titoloZwei Zisterzienser in einer sogenannten Innzille, Nahe des Klosters Stams um 1900; Kartonfoto eingeklebt in Chronik VII.
Verkaufbrief. Ulrich und Berchtold v. Wildshofen verkaufen dem Kloster ihren eigenen Hof auf dem Flaurlingerberg. gegeb. am St. Gertraudtag. 1304.
In dem namen vnsers Herren am[en]. Wir Vlrich. vnd p[er]htolt. prieder gehaissen von
wildtzhouen. Tun chunt. allen den. die disen preue lesent. oder hœrent lesen. das wijr
mit guten willen. vnd mit willen. vnserer hausurewen Hilten. vn[d] Diemut. vn[d] vnserre
ganczen erbein. vn[d] mit dhen gunsten vnserer herren des von puchp[er]ch. vn[d] des von wilhaim.
haben gegeben. den ersamen. vn[d] den gestlichen (monasterie?). Hern chunrad dem abten. des gotshausse
sand johanis daz stams. des ordens von Tirol. vn[d] dem co[n]uent da selben. in Brixner pistum
vnser rechts aigen auf vlaurlinger perg das gancze. besuht un vnbeuht. vmbe ...
Ausspruch Erzherzog Sigmunds, daß die Mayren in Inzing anstatt des Drittheil Zehenten antworten sollen 10 Star Roggen und 10 Star Gersten. gegeb. zu Innsbruck am St. Augustinstag. 1484.
1 Wir Sigmund von gottes gnaden Ertzhertzog zu Osterreich, zu Steir zu Körnnden und zu Krain, Grave
2 zu Tirol [etc] Bekennen. Als sich Irrung und Zwitracht gehalten haben, zwischen dem Ersamen geistlichn
3 unnsern lieben andechtigen, dem Abbt und Convent zu Stambs an ainem, und, frer mayrlewt zu
4 Yntzingen am andern tail, von wegen ains drittails Zehendten, darumb wir Sÿ fur unns er-
5 vordert, aigentlichen gehört, und mit Irm willen und wissen entschaiden haben. Also daz die
6 bemelten mayrlewt hinfur dem bemelten Abbt, und Convent, fur solch Zehendt alle Jar geben,
7 und zu Rechter Zynnszeit gen Stambs antwurten sullen, benantlichen zehen Star Rocken und
8 zehen Star Gersten und weyter sullen Sÿ dafur zugeben nit schuldig sein. Doch dem bemelten
9 Abbt und Convent zu Stambs, und Irm Gotshaws in allwege vorbehalten, auf dem bemeltn
10 hof ander Ire Gruntrecht, Gerechtigkait, und guete gewonhaiten, auch den gemainen
11 gewonlichen geltzynns, bey der peen¹ der velligkait des bemelten hofs, wie Sÿ das alles unt-
12 her und von alter gehabt, und gebraucht haben. alles getrewlich und angverde. Zu urkund
13 sind zwen brieve gemacht, und yedem tail ainer gegeben. Beschechen zu Innsprugk an sand
14 Augustins tag² . Anno domini (etc) Octuagesimoquarto³.
¹ Strafe
² Samstag, 28.08.
³ 1484
Stiftbrief von Gertraud Snellmannin jährlichen Gelts 8 Pfund Berner, so gelegen sind auf einem Gut in Flaurling. gegeb. am Freytag nach Pfingsten. 1384..
1
Verzicht. Nikolaus Perfaller, sein Sohn und ihre beiden Hausfrauen verzeihen sich der Rechte auf einen Hof in Flaurling, um von dem Kloster empfangenen genugsamen Gelts. gegeb. am St. Johannes des hl. Zwölfboten Tag. 1381.
1
Stiftbrief. Jakob Auster schafft aus dem Perfallerhof in Flaurling ein Seelgeräth. dat. am St. Gregorientag. 1346:
1 Ich Jacob der Euster von Laudek tun chunt und vergihe¹ offenlich an disem brief allen den die in sehent hörent oder
2 lesent, daz ich mit gesundem leib, mit verdahtem² můt und mit willen und mit gunst meiner hausfrown frown Ag-
3 nesen und aller miner erben geschaffet und geantwurt³ han, ze ainem rehtem selgeret⁴ den erbern und gaistlichen herren
4 Abt Chunrat und dem Convent ze Stams und allen iren nachomen ewichlich. ains mein gůt, daz gelegen ist ze flaurling auf
5 dem Berge und bawt daz do selbs Růdiger und Heinrich und sein brůd[er] die gehaissen sint pervaller und zalt ierichlich dreissig
6 pfunt perner meraner müntze an weisat⁵, die driu pfunt wert mügent sein. bawns und un(er)bawns, besůchtz und unbesůchtz und
7 mit allen den rechten die da zu gehörent und die ich dar auf gehabt han in sölher beschaidenhait⁶, daz ich daz selbe gůt in nutz
8 und ingware sol haben und besetzen und entsetzen diu weil ich lebe doch zu ainem urchunde daz si in nutz und in gware
9 des selben gůtes chamen sullent nah meinem tot und ez besetzen und entsetzen verwandlen und cheren mögent als ander
10 ir gůt an cherech und an alle anspruch miner erben gib ich in und schaffe ierichlich auf dem selben gůte zwai pfunt geltz
11 Mich solent auch die vorgenanten Herren na meinem tot der ob got will selig sol sein mit zehen pfunt geltz der vorge-
12 schriben dreissig pfunt geltz die ich in geschaft han, an welch(en) stat ich starbe in der Herschaft ze Tyrol gen Stams bringen an
13 allen meinen schaden und mich da bestatten mit alle diu und da zu gehört nah irs chloster gewonhait. Von den andern zehen
14 pfunt geltz der vorgeschriben dreissig pfunt geltz sol dem Convent, umb zehen pfunt perner ain bitantz⁷ gegeben werden
15 ierichlich an meiner iarzeit und die andern zehen pfunt geltz auch von den vorgeschriben dreissig pfunt geltz und swas des
16 ubrigen ist mugent si anlegen wie ez dem Chloster aller nützlich ist des gan ich in wol durch meiner Sel und aller
17 miner vodern sele wille. Und daz in daz state und unzebrochen beleibe gib ich in disen Brief versigelt mit meinem Insigel
18 und mit meins vettern Insigel Heinrichs des Eusters von Verenstain und mit Wernhers von Wene/s Insigel die bei disem
19 geschaft gewesen sint. Des sint ge(z)uig Brud(er) Heinrich der Weinchele[rer] und brůder Berhtolt der Probst munich ze Stams
20 und erhart Stoltzel von Laudes. Daz ist geschehen do von Cristes geburt ergangen warn driuzehenhund[er]t Jar di nah in
21 dem sex und vierzigistem Jar an sand Gregor[ius] tag⁸
¹ verm. verihen = aussagen (siehe Zingerle_1909_Mittelalterliche Inventare aus Tirol und Vorarlberg - Seite 303 Spalte 2)
² nhd. ragt die bedeutung 'überlegt, bedacht habend' nur noch in die früheste zeit herein: ich beleib darauf ston mit willen und mit verdachtem můt. Keisersberg spinnerin pa;
³ übergeben (siehe Zingerle_1909_Mittelalterliche Inventare aus Tirol und Vorarlberg - Seite 243 Spalte 2)
⁴ Stiftung zum heile einer seele (der eigenen oder anderer) für seelmessen u. dergl.,
⁵ https://de.wikipedia.org/wiki/Weisat: Im Mittelalter war das wîsat, wîsot, wîsoede ein freiwilliges Geschenk in Naturalien, das zu bestimmten Feiertagen an die Kirche oder den Grundherrn übergeben wurde (Die Seite wurde zuletzt am 23. März 2018 um 09:20 Uhr bearbeitet.)
⁶ man verwandte bescheidenheit auch im sinne von bescheid, bestimmung oder bedingung
⁷ 1) dasjenige, was einem jeden an Speise oder Getränk zukommt. In dieser Bedeutung steht pyetancie in den G. des H. M. Konrad von Erlichshausen. 2) eine reichlichere und bessere Portion als gewöhnlich. 3) überhaupt etwas sehr Wohlschmeckendes an Essen oder Trinken, eine Leckerey. Nach "Die Statuten des Deutschen Ordens" Dr. E. Hennig 1806, Seite 248
⁸ 12.03.1346 nach Grotefend
Jakob Auster vermehrt das Seelgeräth seiner Mutter mit 10 Pfund Berner aus dem Gut auf dem Flaurlingerberg. gegeb. am St. Jakob des Zwölfbotentag. 1335.
Senza titolo