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Title
Date(s)
- 2013-11-26 (Publication)
- 2013-11 - 2013-12 (Creation)
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Extent and medium
digital, Seite 5
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Die Tiroler Tageszeitung (TT) ist die reichweitenstärkste Tageszeitung im Bundesland Tirol. Sie erscheint sechsmal wöchentlich mit acht lokalen Ausgaben: Schwaz, Reutte, Osttirol, Landeck, Kitzbühel, Kufstein, Imst und Innsbruck.
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Pläne für einen dritten Rettungshubschrauber sorgen im Zillertal für Turbulenzen.; Roy Knaus hat bereits damit gerechnet. Wie berichtet, will der Salzburger Unternehmer einen dritten Rettungshubschrauber im Zillertal stationieren. Bei seinen Mitbewerbern stoßen diese Pläne auf strikte Ablehnung.; Für die Schider Helicopter Service(SHS) und den ÖAMTC ist der Bedarf für einen dritten Hubschrauber nicht gegeben. „Nur weil Knaus Geld sieht, sieht er den Bedarf“, schimpft Rudi Schider jun., Flugbetriebsleiter bei SHS. Bei einem dritten Hubschrauber sei der ganzjährig betriebene SHS- Standort in Kaltenbach „massiv gefährdet“, betont Schider. Schließlich finanziere sich die Flugrettung zu einem guten Teil über die Einsätze in der Skisaison.; Für Reinhard Kraxner, Chef der ÖAMTC-Flugrettung, die im Winterhalbjahr den „Alpin 5“ in Tux stationiert hat, bringt Knaus mit seinem Vorstoß ein „mühsam gewonnenes Gleichgewicht ins Wanken“. Er meint damit die im Vorjahr erzielte Einigung zwischen den Hubschrauberbetreibern und dem Land über die Abdeckung der Grundversorgung. Hohe Hubschrauberrechnungen für Patienten nach medizinischen Notfällen gehören seither der Vergangenheit an.; Sowohl SHS als auch der ÖAMTC überlegen jedoch bei einem Einstieg von Knaus, die Vereinbarung mit dem Land zu kündigen. Schließlich habe man die Tarife zum damaligen Ist-Stand an Hubschraubern akzeptiert, sagt Schider. Dieser Schritt würde wohl zu einer Ausschreibung der Flugrettung führen. Für Knaus sind die Äußerungen der Konkurrenz „Drohgebärden“. In dem Einzugsgebiet Zillertal mit 7,1 Mio. Nächtigungen im Jahr und den angrenzenden Tälern könnten „drei Hubschrauber leicht dauerhaft leben“. Jedes gesunde Unternehmen müsse zudem auf Gewinn ausgerichtet sein, verteidigt Knaus sein Vorgehen, das dem Land nicht teurer komme.; Ob Knaus seinen Heli allerdings bereits für die bevorstehende Wintersaison in Betrieb nehmen kann, ist offen. Denn noch hat den anvisierten Landeplatz der Sanitätssprengel gepachtet. Dessen Obmann, Mayrhofens Bürgermeister Günter Fankhauser, will vor der Entscheidung ein Gespräch mit LR Bernhard Tilg abwarten. Fankhauser will das Pachtverhältnis auch über 2014 hinaus verlängern. Einen weiteren Hubschrauber hält er für „nicht unbedingt notwendig“.